De Hunnenhoff Unsere Hunde

<< zum De Hun'nenhoff | Unsere Hunde | Patenschaft | Download

Unsere Hunde

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z


Abbey
Abbey

Es ist ein kalter Dezembermorgen, als Abbey zum ersten Mal wieder den Wind im Fell spürt. Die goldene Retriever-Hündin sitzt in ihrem neuen Rolli – einem maßgefertigten Wagen, der ihre Hinterbeine stützt – und flitzt über den Hof. Mit leuchtenden Augen und wehender Rute jagt sie einer Schneeflocke hinterher. Niemand, der sie so sieht, würde glauben, dass dieses Tier noch vor wenigen Wochen kurz vor dem Tod stand.
Der erste Anruf – ein Todesurteil am Telefon
„Meine fünfjährige Hündin ist einen Abhang hinuntergestürzt und hat einen Bandscheibenvorfall erlitten. Die Ärzte sagen, da geht nichts mehr. Ich lasse sie am Mittwoch einschläfern.“
So klang der erste Anruf, den wir erhielten. Nüchtern, entschlossen. Am anderen Ende der Leitung rang man nach Worten. „Wir hatten keinen Platz frei, aber zu wissen, dass wir damit vielleicht über Abbeys Leben entschieden haben, war furchtbar.“
Die Lüge fliegt auf
Doch dann meldet sich einige Tage später eine Berliner Tierklinik. Dort liege eine Golden Retriever-Hündin, frisch operiert, aber von ihrer Besitzerin bereits aufgegeben. Das Team der Klinik bittet dringend um Hilfe: Die Hündin sei fröhlich, lebenshungrig – und trotzdem zur Euthanasie angemeldet.
Sofort dämmert es uns: Das ist derselbe Hund! Die Besitzerin hatte gelogen, die Prognose war keineswegs hoffnungslos. „Da war klar: Wir mussten handeln.“
Die Rettung am 5. Dezember
Am 5. Dezember 2022 setzt sich ein Wagen Richtung Berlin in Bewegung. Am Steuer ein entschlossener Tierschützer, im Herzen ein Versprechen: Abbey soll leben. In der Klinik ist die Freude groß, als das Team erfährt, dass die Hündin ein neues Zuhause bekommt. „Sie wollte leben!“, sagt eine Pflegerin. „Man sah es ihr an.“
Noch an diesem Tag fährt Abbey in ein neues Kapitel ihres Lebens.
Kleine Schritte, große Sprünge
Seitdem wird sie physiotherapeutisch aufgebaut. Jeder Fortschritt ist mühsam, doch Abbey kämpft – tapfer und unermüdlich. Mit ihrem neuen Rolli hat sie ganz neue Freiheit gewonnen. Heute flitzt sie damit über den Hof, jagt Bällen hinterher, spielt mit anderen Hunden. „Wenn man sie so sieht, versteht man, dass es richtig war, ihr eine Chance zu geben“.
Mehr als nur ein Hundeschicksal
Abbey steht für all die Tiere, die vorschnell aufgegeben werden. Für Hunde, deren Leben als „nicht mehr lebenswert“ abgestempelt wird. Doch Hunde kennen kein Selbstmitleid. Sie leben im Hier und Jetzt, genießen jede Aufmerksamkeit, jede Streicheleinheit, jede neue Möglichkeit.
Niemand würde einem gelähmten Menschen das Leben nehmen. Warum also bei einem Hund?
Abbey ist der lebende Beweis dafür, dass ein Schicksalsschlag kein Ende sein muss. Mit ihrem Rolli, ihrem strahlenden Wesen und ihrer unbändigen Lebensfreude zeigt sie jeden Tag aufs Neue: Ein Hund braucht nicht unbedingt vier gesunde Beine, um glücklich zu sein. Er braucht Menschen, die an ihn glauben.
Und Abbey hat sie gefunden.

Vermittlungsanfragen bitte an unser Büro (Mo. bis Fr. 9 bis 14 Uhr)
Tel. +49 5199 99 83 90 – 0
info@de-hunnenhoff.de

Rolli Hund

adoptiere mich



Jetzt Pate werden


Ajax
Ajax

Wer Ajax zum ersten Mal begegnet, merkt es sofort: Ruhe ist nicht seine Stärke. Der junge Bracken-Rüde ist ein Wirbelwind, ein Zappelphilipp auf zwei Rädern. Mit leuchtenden Augen und unbändiger Energie saust er über den Hof, stürzt sich in seinen Rollwagen, als wolle er ihn im nächsten Moment in Stücke nehmen. Für die Mitarbeiter ist er manchmal eine echte Herausforderung – für Ajax selbst ist es schlicht Lebensfreude pur. Ajax stammt ursprünglich aus Mazedonien. Dort fand ihn ein Tierschützer auf der Straße – verletzt, schwach und kaum noch lebensfähig. Eine Wirbelsäulenfraktur hatte seine Hinterläufe gelähmt. Was folgte, war ein Schicksalsschlag: Beide Hinterbeine mussten amputiert werden, so stark waren sie bereits entzündet und verletzt. Doch Aufgeben? Nicht mit Ajax. Stattdessen entwickelte er eine Lebenslust, die jeden ansteckt, der ihn erlebt.
Heute ist Ajax nicht zu bremsen. Sein Rolli ist sein bester Freund – und sein größter Gegner zugleich. Immer wieder nimmt er ihn ins Visier, zerrt, dreht und wendet, als wolle er das Gefährt herausfordern. Kaum haben die Mitarbeiter ihm ein neues Modell angepasst, testet Ajax es auf Herz und Nieren – bis ans Limit. Seine Unruhe, sein ständiges Gezappel bringt die Menschen um ihn herum zwar manchmal an den Rand der Verzweiflung, doch gleichzeitig macht genau das seinen Charme aus. Ajax lebt, als gäbe es kein Morgen.
Sein Temperament brachte ihn sogar ins Fernsehen: Ajax sollte in der TV-Serie „Die Unvermittelbaren“ von Martin Rütter ein neues Zuhause finden. Doch am Ende blieb er. Vielleicht, weil er genau dort hingehört: zwischen Menschen, die seine Energie verstehen, die seine Eigenheiten ertragen – und die ihn lieben, so wie er ist.
Ajax ist ein Kämpfer, ein Clown, ein Lebensbeweis. Er zeigt, dass selbst nach Schmerz und Verlust eine neue Chance wartet – eine, die mit Geschwindigkeit, Freude und unendlicher Energie gefüllt ist. Wenn Ajax über den Hof fegt, wirkt es, als rufe er der Welt zu: „Seht her, ich lebe – und wie!“
               






Pate werden


Amiro
Amiro

Amiro ist ein kleiner Kämpfer mit großem Herzen – und noch größerem Biss! Zwei lange Jahre verbrachte er in Rumänien auf der Straße, querschnittgelähmt und dennoch voller Lebenswillen. Während andere längst aufgegeben hätten, kämpfte er sich tapfer durchs Leben, bis seine Hinterbeine vom Asphalt schon fast bis zur Unkenntlichkeit abgeschliffen waren.
Doch dann kam das Glück in Form einer Tierschützerin, die ihn aufnahm und versorgen ließ. Heute flitzt Amiro stolz in seinem Rolli durch die Gegend – und hat dabei eine ganz eigene Art entwickelt, die Welt zu erkunden: als selbsternannte Schnappschildkröte. Kein Schuh ist vor ihm sicher, keine Wade bleibt ungetestet. Wer ihm begegnet, sollte also lieber schnell sein – oder gute Schuhe tragen.
Trotz seines rauen Humors und seiner kleinen „Knabberattacken“ steckt in Amiro ein riesiges Herz. Er erinnert uns daran, dass Stärke nicht bedeutet, alles perfekt zu können, sondern niemals aufzugeben. Und genau das macht ihn zu einem wahren Helden auf zwei Rädern – und zu einem Hund, den man einfach lieben muss.

Rolli-Hund





Pate werden


Anton
Anton

Anton, der schnellste Dackel auf zwei Rädern, sucht seine Boxencrew! „Wer braucht schon vier Beine, wenn man einen Turbo-Rolli hat?“ Hier kommt Anton: ein 6-jähriger Dackelmann, der das Leben liebt, als gäbe es kein Morgen. Anton hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Nach einer schweren Dackellähme und anschließenden Missempfindungen mussten seine Hinterbeine amputiert werden. Was für andere wie ein Schicksalsschlag klingt, war für Anton die Befreiung – seitdem ist er schmerzfrei, glücklich und in seinem Rollstuhl schneller unterwegs als so mancher Artgenosse zu Fuß. Anton ist frech, lebensfroh und absolut neugierig. Er möchte überall dabei sein und liebt es, die Welt zu erkunden. Menschen findet er großartig: Er genießt jede Zuwendung und ist ein echtes Gute-Laune-Paket. Seine Hobbys sind klar verteilt – Fressen (seine größte Leidenschaft!), Schnüffeln und im Rolli den Asphalt zum Glühen bringen. Wie ein echter Dackel weiß er allerdings auch genau, was er will. Bei anderen Hunden entscheidet die Sympathie; hier braucht er eine konsequente Führung, damit er nicht den „Größenwahnsinnigen“ spielt. Für Anton werden Menschen gesucht, die sein Handicap nicht als Einschränkung, sondern als Teil seines besonderen Charmes sehen. Sein neues Zuhause sollte möglichst barrierefrei sein, denn Stufen sind nichts für ihn – ein Garten oder ein ebenerdiger Zugang wären ideal. Außerdem braucht es Verständnis für seine Pflege: Man muss wissen, wie man ihn aus dem Rolli hebt, seine Haut an den Kontaktstellen im Blick behält und sein Blasenmanagement unterstützt. Und ganz wichtig: Humor und Konsequenz. Anton ist schließlich ein Dackel und braucht klare Regeln – besonders dann, wenn er vor lauter Hunger mal wieder den „verhungerten Seehund“ mimt. Anton ist kein Hund für das stille Kämmerchen. Er will raus, er will Action und er will Menschen, die mit ihm lachen. Wer schenkt diesem kleinen Kämpfer das Für-immer-Zuhause, das er so sehr verdient hat?

Vermittlungsanfragen bitte an unser Büro (Mo. bis Fr. 9 bis 14 Uhr)

Tel. +49 5199 99 83 90 – 0
info@de-hunnenhoff.de

Rollihund

adoptiere mich



Patenschaft abschliessen


Aska
Aska

Aska – eine kleine Seele aus Rumänien.
Viele Jahre saß sie dort im trostlosen Shelter, eingesperrt zwischen Beton und Gitterstäben, ohne auch nur die leiseste Hoffnung, jemals gesehen oder geliebt zu werden. Niemand wollte sie – zu scheu, zu ängstlich, zu unscheinbar.
2019 gaben wir ihr ein Versprechen: Wir nehmen dich auf. Egal wie schwer, egal wie voll es schon ist. Denn ein solches Versprechen bricht man nicht. Also durfte Aska ihre Reise antreten, heraus aus der Hoffnungslosigkeit, hinein in ein Leben, das ihr zum ersten Mal die Chance auf Wärme und Geborgenheit geben sollte.
Und doch: Die Angst ist geblieben. Menschen machen ihr noch immer große Furcht. Oft zieht sie sich zurück, unsichtbar und leise. Aber in ihrer Hundegruppe findet Aska Halt, dort fühlt sie sich sicher. Ganz behutsam, Schritt für Schritt, beginnt sie, unsere Nähe zu ertragen. Manchmal blitzt in ihren Augen schon ein kleines Leuchten auf – als wolle sie sagen: Vielleicht… vielleicht seid ihr gar nicht so schlimm.
Aska ist keine Hündin, die sofort ins Herz springt. Aber sie ist ein Hund, der einem das Herz still und leise bricht – und zugleich zeigt, wie wertvoll Geduld, Liebe und Treue sind.



traumatisiert

Geht nicht Gassi

Pate werden


Asu
Asu

Asu – ein Hund mit einer Vergangenheit, die kaum in Worte zu fassen ist.
Er stammt aus Rumänien, wo er als unschuldiger Welpe das Grauen miterleben musste: Er sah mit eigenen Augen, wie seine Mutter und seine Geschwister grausam an der Leine mit Benzin übergossen und angezündet wurden. Bilder, die sich unauslöschlich in seine zarte Hundeseele brennen und für immer Narben hinterlassen.
Dieses unfassbare Trauma machte Leine und Halsband für Asu zu Symbolen des Schreckens. Jeder Versuch, ihn damit zu konfrontieren, endete in purer Panik – im Tierheim sogar mit Abwehr, weil er keinen anderen Ausweg mehr sah.
Heute lebt Asu bei uns – ohne Halsband, ohne Zwang. Und weißt du was? Er braucht es nicht. Er hat in seiner Hundegruppe seine kleine Welt gefunden, in der er endlich wieder Kind sein darf. Asu ist sensibel, verschmust, verspielt – ein Hund, der trotz allem Grauen in seiner Vergangenheit die Fähigkeit zur Liebe nicht verloren hat.
Sein Herz schlägt für Nähe, Vertrauen und Zuneigung. Ihm etwas aufzwingen, was für ihn das Schlimmste bedeutet, wäre ein Verrat an seiner Geschichte. Und so darf Asu einfach so sein, wie er ist: ein Überlebender, ein Kämpfer, ein sanfter Gefährte – und ein Hund, der uns täglich zeigt, dass selbst aus den dunkelsten Wunden wieder Licht wachsen kann.



traumatisierter Hund

Geht nicht Gassi

Pate werden


Badger
Badger

Badger ist ein kleiner Herzensdieb auf vier Pfoten – auch wenn er das anfangs geschickt zu verbergen wusste. 2019 kam er aus Rumänien zu uns auf den Hof, weil das Tierheim unserer lieben Freundin Mihaela Daniela schließen musste. Eigentlich sollte er nur kurz bleiben, bis er ein neues Zuhause gefunden hätte. Doch Badger hatte andere Pläne.
Der kleine, plüschige Fratz fürchtete sich schrecklich vor der Leine – jeder Spaziergang schien für ihn ein unüberwindbares Abenteuer. Also nahmen wir uns viel Zeit, übten Geduld und gaben ihm die Sicherheit, die er brauchte. Mit jedem Tag taute er ein Stückchen mehr auf. Und als wir ihn schließlich an Halsband und Leine gewöhnten, zeigte sich sein wahres Gesicht: ein lebensfroher, neugieriger Frechdachs, der das Draußensein inzwischen liebt.
Heute können wir uns unser Leben ohne Badger gar nicht mehr vorstellen. Was als Notlösung begann, wurde zu einer Herzensentscheidung. Und Badger zeigt uns mit jedem wedelnden Schwanzschlag, dass es manchmal die „ungeplanten Begegnungen“ sind, die das Leben so unendlich reich machen.







Pate werden


Baiatu
Baiatu

Baiatu – „der kleine Junge“. Sein Leben begann zwischen rauschenden Bäumen, in der Stille des Waldes. Kein Mensch hielt je seine Pfote, kein freundliches Wort erreichte ihn – nur der Wind war sein Gefährte, nur die Erde sein Zuhause. So wurde er nicht zum Haustier, sondern zum Kind der Wildnis.
Doch eines Tages legte sich ein Zaun um seinen Wald und die Freiheit verwandelte sich in Gefahr. Seine Geschwister fanden den Tod durch Gift, nur er und sein Halbbruder Jamil entkamen dem Schicksal. Ausgerechnet in dieser Grausamkeit begann sein zweites Leben – ein Leben bei uns.
Hier hat Baiatu eine feste Gruppe gefunden, doch sein Herz schlägt noch immer im Takt der Natur. Wenn der Abend kommt, zieht er hinaus. Er gräbt sich ein Bett in die Erde, wie ein Reisender, der nie sesshaft werden will. Regen, Wind oder Schnee – nichts hält ihn zurück, denn der Himmel ist sein Dach und die Sterne sind seine Wächter.
Baiatu ist mehr als ein Hund. Er ist Erinnerung an das Wilde, das Ungezähmte in dieser Welt. Er lehrt uns, dass Liebe nicht darin liegt, jemanden zu verändern, sondern darin, ihn so zu lassen, wie er ist – frei, stolz und unendlich einzigartig.



traumatisiert

Geht nicht Gassi

Pate werden


Baldur
Baldur

Als Baldur 2018 zubiss, änderte sich sein Leben schlagartig. Übel war der Vorfall, zu viel für seine Besitzer. Noch am selben Tag musste der Rüde weg. Von einem Familienhund wurde er über Nacht zum Problemhund – einer, den keiner mehr wollte.
Nach einem kurzen Zwischenstopp auf einem anderen Gnadenhof, wo er in keine Gruppe passte, stand Baldur erneut vor dem Nichts. Ein Hund ohne Zuhause, ohne Vertrauen, mit dem Stempel „schwierig“. Die meisten hätten ihn längst aufgegeben.
Doch dann öffnete sich eine Tür. „Na, dann eben zu uns!“, sagten wir uns – und gaben Baldur eine zweite Chance. Er zog in eine ungewöhnliche WG mit Rüde Cuba und der dreibeinigen Hündin Lucy. Und siehe da: Es funktionierte. Baldur fand zum ersten Mal seit langer Zeit Anschluss, Nähe – ein Rudel, das ihn akzeptierte.
Heute, Jahre später, ist von dem „gefährlichen Beißer“ nicht mehr viel übrig. Baldur ist umgänglicher geworden, gelassener. Auf dem Hof ist er angekommen. Und doch trägt er seine Eigenheiten: Für die kleinste Gassirunde braucht er am längsten, bleibt stehen, schaut, nimmt die Welt in seinem eigenen Tempo wahr.
Und eine Wahrheit darf dabei nicht übersehen werden: Seine ehemaligen Besitzer haben Baldur trotz allem immer geliebt. Sie mussten ihn damals schweren Herzens abgeben, weil sie die Situation nicht mehr meistern konnten – doch sie ließen ihn niemals fallen. Bis heute unterstützen sie ihn mit aller Liebe, auch wenn er längst nicht mehr bei ihnen wohnt. Baldur ist für sie noch immer „ihr Hund“.
Vielleicht ist genau das Baldurs Botschaft: Dass ein einziger Fehler nicht über das ganze Leben entscheiden darf. Dass auch ein Hund, der gestrauchelt ist, eine zweite Chance verdient. Und dass Treue manchmal nicht nur auf einem Hof entsteht – sondern auch in den Herzen derer, die ihn nie aufgegeben haben.



Beissvorfall



Pate werden


Béla
Bela

Hallo, mein Name ist Béla – und meine Geschichte beginnt in einem rumänischen Shelter, wo das Leben für Hunde wie mich hart und unbarmherzig sein kann. Ich war verletzt, meine Wirbelsäule geschädigt und lange Zeit konnte ich nicht laufen. Auch das kleine tägliche Geschäft war ohne Hilfe nicht möglich. Für viele Hunde bedeutet so etwas das Ende – doch für mich sollte es der Anfang von etwas Neuem sein.
Eines Tages geschah etwas Wunderbares: Menschen mit großen Herzen, ehrenamtliche Tierschützer:innen, wurden auf mich aufmerksam. Sie sahen nicht nur mein Leid, sondern auch meine Seele – verletzlich, aber voller Hoffnung. Mit viel Einsatz holten sie mich aus dem Shelter, in dem ich nicht nur mit meinen Verletzungen, sondern auch mit Bissen von anderen Hunden zu kämpfen hatte. Diese Helfer:innen gaben mir zum ersten Mal das Gefühl, wirklich beschützt zu sein.
So begann meine Reise, die mich schließlich in die Lüneburger Heide führte. Anfangs war dieser Ort für mich merkwürdig – so anders als alles, was ich kannte. Ruhe, Natur, fremde Geräusche und Gerüche. Und doch lag hier die Chance auf ein neues Leben.
Mit Geduld, Zuwendung und Fürsorge begann ich Schritt für Schritt zurück ins Leben zu finden. Erst zögerlich, dann mutiger setzte ich meine Pfoten auf den Boden, übte mich in kleinen Bewegungen. Jeder Erfolg war ein Triumph – nicht nur für mich, sondern auch für die Menschen, die mich begleiteten. Und dann geschah das Unglaubliche: Ich lief wieder.
Heute stapft eine kleine, beschützenswerte Seele, die fast aufgegeben war, neugierig in ein neues Leben. Mein Happy End ist keines, das einer allein geschrieben hätte – es ist das Werk vieler wunderbarer Menschen, die an mich geglaubt haben. Und wenn ich nun durch die Heide tapse, mit wackeligen, aber stolzen Schritten, dann erzähle ich mit jedem Atemzug von Hoffnung, Mut und Liebe.

Rollihund





Pate*in werden


Biene
Biene

Biene sollte als Therapiehund für Kinder eingesetzt werden. Um das bewältigen zu können, muss ein Hund gute Nerven besitzen und gut sozialisiert sein. Beides kann man nicht bei einem rumänischen Straßenhund voraussetzen. Kein Wunder, dass das nicht funktionierte.
Da die Vermittlungsstelle nicht wusste wohin mit der Hündin, kam sie zu uns. Besucher werden vorsichtig behandelt, manchmal sogar etwas gezwickt, aber nach kurzer Zeit des Kennenlernens versteht sie sich hier mit allen gut.



Zwickt zu



Pate werden


Blanka
Blanka

Blanka – sanft, zart und voller Liebe. Wer sie erlebt, spürt sofort: dieses Wesen ist ein reines Herz auf vier Beinen. Ihre Geschichte jedoch ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die an das Gute im Menschen glauben.
Blanka kam aus Rumänien nach Baden-Württemberg. Schon damals war klar: Sie hatte Schlimmes erlebt – ein abgerissener Schwanz, ein verletztes Kreuzbein, Inkontinenz. Mit all diesen Einschränkungen wollte sie dennoch jemand „unbedingt“ haben. Eine Tierärztin beriet eindringlich, gab drei Wochen Bedenkzeit, erklärte alles, was es zu wissen gab. Und trotzdem bestand die Familie auf ihr.
Doch was geschah? Kaum war Blanka angekommen, da war sie auch schon wieder „zu viel“. Keine Woche – gerade einmal drei Tage! – und schon wurde entschieden: „Sie verträgt sich nicht mit dem Ersthund und außerdem stinkt sie.“ So leichtfertig, so herzlos – ein Leben, ein fühlendes Wesen, abgeschoben wie ein kaputtes Möbelstück.
Wir konnten das nicht zulassen. Blanka kam zu uns. Ja, sie erfordert Pflege, viel mehr als ein gesunder Hund. Ja, sie kann nicht in einer Wohnung leben – all das war von Anfang an gesagt. Aber wer Blanka wirklich sieht, erkennt sofort: Ihr Wert liegt nicht in ihrer „Funktionalität“, sondern in ihrer Sanftheit, in der Liebe, die sie trotz allem verschenkt.
Blanka ist kein Fehler. Blanka ist kein Problem. Blanka ist ein Geschenk – für alle, die verstehen, dass wahre Liebe bedingungslos ist.







Pate werden


Bodo
Bodo

Bodo – Halb Hund, halb Teddybär, ganz Herzensbrecher.
Bodo kam aus Rumänien nach Deutschland – und brachte ein schweres Schicksal mit sich: Ein Autounfall raubte ihm die Beweglichkeit seiner Hinterbeine, doch niemals seine Lebensfreude. Seither rollt er durchs Leben, mit funkelnden Augen und einem Herz so groß, dass man ihn einfach lieben muss.
Er ist eine Mischung aus Hund und Teddybär – weich, kuschelig und voller Wärme. Wer ihm begegnet, spürt sofort: Dies ist kein Hund, den man einfach wieder vergisst. Seine Sanftmut, sein Blick, sein stilles Vertrauen gehen direkt ins Herz. Und so wundert es niemanden, dass auf dem Lebenshof De Hun’nenhoff alle unisono sagen: „Bodo ist der süßeste auf dem Hof!“
Doch Bodo hat auch seine Ecken und Kanten. Mit anderen Rolli-Hunden versteht er sich nicht immer, manchmal reicht der kleinste Anlass und es kommt zu Streit. Aber auch das macht ihn zu dem, was er ist – ein echtes Charaktertier. Deshalb lebt er nun mit seinen engsten Freunden im RollidayInn, einer besonderen WG auf dem Hof. Dort hat er seinen sicheren Rückzugsort, seine kleine Gemeinschaft – Inklusion eben, auf Hundepfoten.
Bodo zeigt uns, dass Leben nicht bedeutet, unversehrt zu sein. Es bedeutet, Liebe zu schenken, anzunehmen – und trotz aller Narben weiter zu strahlen.

Rolli-Hund





Pate werden



Bolle
Bolle

Bolle – das Herz und Maskottchen des Hun’nenhoffes.
Bolle ist ein Bulldoggen-Mix, der wie so viele seiner Rasse vom Schicksal gezeichnet wurde: Ein schwerer Bandscheibenvorfall nahm ihm die Beweglichkeit und machte das Leben seiner Besitzer in einer Hamburger Wohnung im 6. Stock beinahe unmöglich. Trotz Operation blieb Bolle gelähmt, dazu kam der Verlust der Blasenkontrolle. Häufige Infekte und der damit verbundene Geruch führten schließlich zu Spannungen mit den Mitbewohnern. Ein schwerer Weg, an dessen Ende oft nur die Entscheidung zur Euthanasie steht.
Doch Bolles Menschen entschieden anders. Sie suchten nicht den leichten, sondern den richtigen Weg. So kam er zunächst zur Physiotherapie auf den Hun’nenhoff – in der Hoffnung, ihm seine Blasenkontrolle zurückzugeben. Dieses Ziel wurde zwar nicht erreicht, aber das Leben fand einen anderen, viel helleren Weg: Heute läuft Bolle wieder erstaunlich gut, nutzt seinen Rollstuhl nur noch für längere Spaziergänge – und hat auf dem Hof sein Zuhause gefunden.
Seine Besitzer stehen weiterhin treu an seiner Seite, besuchen ihn regelmäßig und unterstützen großzügig sein Leben auf dem Hof. Zwischen ihnen und uns ist über die Jahre eine echte Freundschaft entstanden – getragen von Liebe, Verantwortung und der Überzeugung, dass jedes Leben wertvoll ist.
Bolle ist inzwischen unser Maskottchen – das Gesicht des Hun’nenhoffes. Mit seiner charmanten Mischung aus Dickkopf, Lebensfreude und einem Herzen, das so groß ist wie sein ganzer Körper, erobert er die Herzen aller Besucher. Doch Bolle wäre nicht Bolle ohne seine Ecken und Kanten: In Hundegruppen sorgt er schnell für Unruhe und seit dem Tod seiner Gefährtin Trudi lebt er im Minidorf, wo ihm seine neuen Freunde seine Flausen im Nu austreiben.
Bolle zeigt uns Tag für Tag, was es bedeutet, für das Leben zu kämpfen – und dass Treue, Liebe und Humor die besten Heilmittel sind. Ein Hund, ein Kämpfer, ein Freund: unser Bolle

Rolli-Hund





Pate werden


Bommel
Bommel

Bommel – der faulste Ausnahmesportler des Hun’nenhoffes.
Auf dem Hun’nenhoff kennt man ihn nur als Sport-Bommel – und das mit einem Augenzwinkern. Denn dieser „Ausnahmesportler“ hat eine klare Trainingsphilosophie: Alles ist gut – außer Sport.
Anfangs tat sich Bommel mit seinem Rolli schwer. Die ersten Versuche sahen ein wenig hölzern aus, als hätte jemand einen Schrank auf Rädern angeschoben. Doch Bommel wäre nicht Bommel, wenn er nicht schnell die Vorteile seiner neuen Mobilität entdeckt hätte. Denn was der gemütliche Bär am liebsten macht? Am Zaun nach kleinen Zankereien suchen. Und da ist der Rolli Gold wert: Blitzschnell rollt er in die erste Reihe, wenn’s spannend wird – und mindestens genauso schnell wieder weg, wenn die Sache ernsthaft werden könnte.
Seine wahre Leidenschaft aber bleibt das süße Nichtstun. Bommel genießt es, im Gras zu liegen, sich kraulen zu lassen und einfach das Leben zu beobachten. Mit seinem treu-drolligen Blick wickelt er dabei jeden sofort um die Pfote. Man kann ihm gar nicht böse sein – nicht einmal dann, wenn er wieder einmal seine Rolle als „Zaun-Schiedsrichter“ etwas zu ernst nimmt.
So ist Bommel zum faulsten Hund des Hofes geworden – und gleichzeitig zu einem, ohne den man sich das Leben auf dem Hun’nenhoff nicht mehr vorstellen kann. Er zeigt uns: Man muss kein Spitzensportler sein, um Herzen zu gewinnen. Manchmal reicht es, einfach nur Bommel zu sein.

Rollihund





Pate werden


Butch
Butch

Butch ist ein American Staffordshire Terrier – stark, voller Energie und mit einem Herzen, das so sehr nach Liebe ruft. Doch sein Leben stand bereits einmal am Abgrund: Nach einem schweren Beißvorfall wurde er vom Veterinäramt eingezogen. Eine Ethikkommission entschied über sein Schicksal – und der Gedanke, ihn einzuschläfern, lag schwer im Raum.
Dann aber öffnete sich für Butch eine zweite Chance. Statt den letzten Weg zu gehen, durfte er auf den Hun’nenhoff ziehen. Hier fand er nicht nur Sicherheit, sondern auch Menschen, die ihn so sehen, wie er wirklich ist: ein freundlicher, ballverliebter Hund, der nichts mehr genießt, als Stöckchen oder Ball zu spielen und dabei voller Lebensfreude über den Hof zu toben.
Butch zeigt sich bei uns als menschenfreundlicher Gefährte. Mit fast jedem versteht er sich – nur Kinder und der Wischmopp sind nicht seine Freunde. Abgesehen davon ist er ein Hund, der Nähe sucht, Aufmerksamkeit liebt und mit seinem charmanten Wesen sofort Herzen gewinnt.
Doch trotz seiner guten Seiten ist klar: Butch kann nicht mehr vermittelt werden. Sein Platz fürs Leben ist hier bei uns, auf dem Hun’nenhoff. Er darf bleiben, er darf sein und er darf geliebt werden – für immer.
Butch erinnert uns jeden Tag daran, dass jedes Leben wertvoll ist. Dass hinter jeder Geschichte, so schwer sie auch sein mag, ein Herz schlägt, das einfach nur geliebt werden möchte. Und genau das bekommt er hier – sein Zuhause, seine Menschen, sein Glück.



Gefahrhund



Pate werden


Camero
Camero

Camero ist einer von den Hunden, denen man sofort ansieht, wie erleichtert sie sind, endlich dem Elend entkommen zu sein. Er stammt aus einem rumänischen Tierheim, wo er als ängstlicher Hund ohne jede Chance saß. Violeta Sava schickte uns damals ein Bild mit den Worten „please help“ – und wir konnten nicht nein sagen. So kam Camero vor einigen Jahren zu uns auf den Hun’nenhoff.
Camero trägt schwere Narben: Ihm fehlt ein Hinterbein, ein Vorderbein ist verkrümmt – und später stellte sich sogar heraus, dass er voller Schrotkugeln steckt. Was Menschen ihm angetan haben, können wir nur mit Schmerzbekämpfung und liebevoller Fürsorge lindern. Doch trotz allem hat er nie aufgehört, ein Hund mit Herz zu sein.
Heute lebt er schon viele Jahre bei uns, eingebettet in seine Hundegruppe. Er ist vorsichtig und zurückhaltend, doch wer sein Vertrauen gewinnt, entdeckt einen verspielten, verschmusten kleinen Schelm. Ab und zu steckt in ihm auch ein kleiner Stänkerkopf – aber gerade das macht ihn liebenswert und einzigartig.
Camero wird nicht mehr vermittelt – der Hun’nenhoff ist sein Zuhause. Hier hat er Paten, die uns bei seiner Versorgung unterstützen (ein großes Dankeschön dafür!) und Menschen, die ihn so lieben, wie er ist: ein Dreibein, ein Kämpfer, ein stiller Schatz.
Camero erinnert uns daran, wie viel Leid Tiere oft durch Menschenhand ertragen müssen – aber auch, wie unglaublich groß ihre Kraft ist, trotz allem wieder Vertrauen und Freude ins Leben zu finden. Ein Hund, der nichts mehr beweisen muss. Einer, der einfach nur da sein darf.







Pate werden


Carrie
Carrie

Carrie hat eine Vergangenheit, die schwer auf der Seele liegt. In Bulgarien verbrachte sie ihr Leben zunächst an der Kette – einsam, unbeachtet und ohne Liebe. Irgendwann wurde sie ihrem Besitzer lästig, und so setzte er sie einfach auf die Straße. Dort wurde Carrie von einem Auto erfasst und schwer verletzt zurückgelassen. Niemand kümmerte sich – bis liebe Menschen sie fanden, aufhoben und zu einer Tierschützerin brachten.
Diese rettete Carries Leben, konnte aber den besonderen Anforderungen einer gelähmten Hündin nicht dauerhaft gerecht werden. Und so kam Carrie zu uns auf den Hun’nenhoff. Hier bekam sie, was ihr neues Leben möglich machte: einen Rolli.
Seitdem ist Carrie ein Bild voller Hoffnung und Freude. Sie hat ihren eigenen Rhythmus, geht das Leben meist gemütlich an – doch wehe, man lässt sie außerhalb des Hofes frei laufen! Dann verwandelt sich die hübsche Hündin in ein wahres Energiebündel: Sie schießt los, rast durch Gräben und quer durch den Wald, als wolle sie der ganzen Welt beweisen, dass man sie nicht bremsen kann.
Carrie zeigt uns jeden Tag, dass Lebensfreude keine Frage der Beine ist. Dass Glück manchmal auf Rollen kommt. Und dass die Vergangenheit zwar Spuren hinterlässt, aber niemals das letzte Kapitel einer Geschichte schreibt.
Heute ist Carrie angekommen – geliebt, versorgt und frei. Genau so, wie sie es immer verdient hat.

Rollihund





Pate werden


Chuck
Chuck

Chuck sucht sein Für-Immer-Zuhause – oder liebe Paten mit Herz.
Chuck ist neun Jahre alt und ein ganz besonderer kleiner Kämpfer. Außerplanmäßig haben wir ihn übernommen, da sich seine Situation im bisherigen Zuhause dramatisch zugespitzt hatte und nicht mehr zu bewältigen war. Chuck stand schon lange auf unserer Warteliste – nun ist er endlich in Sicherheit.
Chuck wurde mit sogenannten Keilwirbeln geboren. Dabei handelt es sich um eine Fehlbildung einzelner Wirbelkörper, die keilförmig statt rechteckig ausgebildet sind. Diese Fehlstellung kann zu Problemen an der Wirbelsäule und im Rückenmark führen – bei Chuck hat sie leider eine Lähmung verursacht. Teilweise kann er sich selbstständig hinstellen, für längere Strecken benötigt er jedoch einen Rollstuhl. Der mitgebrachte Rolli passt ihm aktuell nicht gut, hier müsste perspektivisch ein besser angepasster Wagen gefunden werden.
Seine Blase kann Chuck nicht selbstständig vollständig entleeren und muss daher regelmäßig ausgedrückt werden – am besten draußen im Stehen. Das klappt gut, wenn man den Dreh einmal raus hat, und wir zeigen selbstverständlich alles in Ruhe.
Zusätzlich hat Chuck eine chronische Augenerkrankung. Leider konnten die Vorbesitzer keine genaue Diagnose nennen. Laut ihrer Aussage hat er keine Allergien.
Und nun zu seiner Persönlichkeit – denn die ist einfach wundervoll:
Chuck ist unglaublich lieb, anhänglich und menschenbezogen. Er genießt Nähe sehr und ist einfach nur dankbar für jede Zuwendung. Mit anderen Hunden ist er verträglich, Katzen kennt er ebenfalls. Er spielt gerne, ist fröhlich und genießt das Leben – nur Regen und Kälte findet er wirklich schrecklich.
Chuck sucht ein ebenerdiges, liebevolles Zuhause bei Menschen mit Herz, die keine Berührungsängste mit einem besonderen Hund haben und ihm die Unterstützung geben, die er braucht. Er gibt dafür unendlich viel Liebe zurück.
Bis er sein Für-Immer-Zuhause findet, freut sich Chuck auch sehr über liebe Paten, die ihn unterstützen möchten.
Wer schenkt diesem besonderen Schatz die Chance, die er so sehr verdient?

Vermittlungsanfragen bitte an unser Büro (Mo. bis Fr. 9 bis 14 Uhr)
Tel. +49 5199 99 83 90 – 0
info@de-hunnenhoff.de

Rollihund

Adopt me



Patenschaft abschliessen


Cleo
Cleo

Ich bin Cleo.
Dezember 2023.
Es ist kalt, als meine Reise beginnt. Ich komme aus Rumänien. Meine Hinterbeine tragen mich nicht mehr – eigentlich habe ich sie gar nicht mehr. Ich bin gelähmt. Aber ich lebe. Und das nur, weil liebe Menschen mich gesehen haben. Nicht mein Handicap. Sondern mich.
Man hat mich gerettet. Getragen. Gewärmt. Und jetzt bin ich hier – auf einem Hof, der nach Heu, Hoffnung und ein bisschen nach Neuanfang riecht. Ich bin direkt zur Reha gereist. Ohne Umwege. Ohne Hinterbeine. Aber mit einem Herzen, das schlägt wie verrückt vor Mut.
Ja, ich bin die Cleo.
Und ich gebe nicht auf.
Am Anfang war alles neu. Die Geräusche. Die Hunde. Die Hände, die mich vorsichtig hochheben. „Herzlich willkommen, kleine Zuckerschnauze“, haben sie gesagt. Ich wusste nicht genau, was das heißt. Aber ich habe es gespürt: Ich darf bleiben. Ich darf heilen.
Bald bekomme ich meinen Rolli. Meinen eigenen kleinen Flitzer auf Rädern. Und dann, wartet nur ab, dann werde ich mit den anderen um die Wette sausen! Vielleicht bin ich nicht die Schnellste – aber ich bin die Fröhlichste. Wenn der Wind durch mein Fell streicht und ich spüre, dass ich mich aus eigener Kraft vorwärtsbewegen kann, dann fühlt sich das an wie Fliegen.
Heute rolle ich schon ganz souverän meine Runden. Spaziergang? Na klar! Ich zeige euch, wie das geht. Kopf hoch, Ohren im Wind, Blick nach vorne.
Und wisst ihr, was das Schönste ist? Ich bin nicht allein. Abbey ist meine beste Freundin. Sie ist auch gelähmt. Wir verstehen uns ohne viele Worte. Wenn wir nebeneinander rollen, fühlt es sich an, als wären wir unschlagbar. Zwei Mädchen, zwei Rollis, ein großes Herz. Wir lachen auf unsere Weise, spielen, genießen die Sonne – denn auch behinderte Hunde haben Spaß. Wir schließen Freundschaften. Wir lieben unser Leben.
Ich wünsche mir ein Zuhause. Menschen, die keine Angst vor Rädern haben. Die sehen, dass mein Rollwagen kein Zeichen von Schwäche ist, sondern mein Ticket in die Freiheit. Mit ein bisschen Unterstützung schaffe ich alles. Ich brauche nur jemanden, der an mich glaubt.
Vielleicht wohnst genau du in unserer Nähe.
Vielleicht bist du mein Mensch.
Ich bin Cleo.
Gelähmt, ja.
Ohne Hinterbeine, ja.
Aber voller Lebensmut.
Und bereit, mit dir um die Wette ins Glück zu rollen.

Vermittlungsanfragen bitte an unser Büro (Mo. bis Fr. 9 bis 14 Uhr)
Tel. +49 5199 99 83 90 – 0
info@de-hunnenhoff.de

Rollihund

traumatisierter Hund

adoptiere mich

Patenschaft abschliessen


Cubanito
Cuba

Cuba – ein Hund, der uns lehrt, Grenzen zu respektieren.
Auf seiner ersten Pflegestelle war er kaum zu händeln. Seine Aggressionen machten ihn zu einer Herausforderung, die man dort nicht mehr bewältigen konnte. So kam er ganz kurzfristig zu uns auf den Hof – als Notfall, als verzweifelter Versuch, ihm doch noch eine Chance zu geben.
Cuba ist kein einfacher Hund. Er duldet bestimmte Dinge einfach nicht und wir haben gelernt, das zu akzeptieren. Denn manchmal kann man etwas nicht ändern – man muss lernen, damit zu leben. Und genau das tun wir mit ihm: Wir respektieren seine Grenzen, wir gehen behutsam um seine Wunden herum und so haben wir einen guten Weg miteinander gefunden.
Hinter der rauen Schale steckt ein Hund mit Charakter, Stolz und einer ganz eigenen Würde. Und manchmal, wenn er uns sein Maul entgegenstreckt, blitzen seine wunderschönen, strahlend weißen Zähne hervor – als wolle er uns zeigen: Seht her, ich bin stark, ich bin da und ich habe überlebt.
Cuba ist nicht der Hund, der es einem leicht macht. Aber er ist der Hund, der uns daran erinnert, dass auch schwierige Seelen ihren Platz im Leben verdienen. Nicht jeder Hund muss perfekt sein – manche brauchen einfach Menschen, die sie so nehmen, wie sie sind.

traumatisierter Hund

Bissiger Hund

Mag nicht Gassigehen

Pate*in werden


Dennis
Dennis

Die ersten vier Jahre meines Lebens verbrachte ich bei rumänischen Tierschützern. Es war eigentlich ganz nett dort, man kümmerte sich um mich und meine Freunde und ich hatte mich irgendwie schon daran gewöhnt und fühlte dort ein bisschen Sicherheit. Ich wusste, was mich täglich erwartete. In dieser Routine fand ich einen zerbrechlichen Frieden.
Doch eines Tages änderte sich alles. Plötzlich war da Lärm, Geschrei, Panik. Fremde Menschen stürmten herein – Tierfänger. Ich roch die Angst meiner Gefährten, hörte ihr Winseln, ihr Bellen, ihr Strampeln. Dann spürte ich etwas Kaltes um meinen Hals: eine Schlinge. Ich wurde brutal herausgezerrt, meine Welt geriet ins Wanken. Ich kämpfte, ich wollte entkommen, doch sie stopften mich grob in eine Kiste. In diesem Moment brach alles in mir zusammen. Das kleine bisschen Sicherheit, das ich mir aufgebaut hatte, zerbrach in Sekunden. Ab da wusste ich: Jede Leine, jede Schlinge bedeutete Gefahr. Vertrauen wurde für mich unerreichbar. Also zog ich mich zurück. Ich versuchte, unsichtbar zu sein, still, unauffällig – nur, um endlich in Ruhe gelassen zu werden.
Doch dann kam ein Wendepunkt in meinem Leben: der Lebenshof De Hun’nenhoff. Plötzlich waren da Menschen, die nicht wegsahen. Menschen, die Geduld hatten. Die mich nicht drängten, sondern meine Angst verstanden. Besonders die ehrenamtlichen Gassigänger kamen wieder und wieder, ganz leise, ganz vorsichtig, als wollten sie sagen: „Wir warten, bis du soweit bist.“ Anfangs wagte ich kaum, sie anzusehen. Leckerlis? Ich nahm sie nicht. Oder spuckte sie sofort wieder aus, weil die Furcht stärker war als der Hunger.
Doch dann … Fleisch-Drops. Diese kleinen Wunder veränderten alles. Zum ersten Mal nahm ich etwas gerne an. Noch immer zögerte ich, mal tapfer nach einem Leckerli fragend, im nächsten Moment wieder zurückweichend. Es war ein Tanz – ein Tanz zwischen Mut und Angst. Wochenlang, monatelang. Aber sie gaben nicht auf. Und ich begann, ganz langsam, ihnen zu vertrauen.
Heute bin ich ein anderer Hund. Wenn meine Freunde kommen, um mit mir spazieren zu gehen, freue ich mich. Ich lasse mir mein Geschirr anlegen, ich lasse mich streicheln. Ich gehe mit ihnen hinaus, den Schwanz leicht wackelnd – und ja, ich frage nach meinen Leckerlis. Und ich bekomme sie, jedes einzelne, weil jeder Bissen ein kleiner Sieg über meine Vergangenheit ist.
Das größte Wunder aber war, als ich zum ersten Mal wieder meine Stimme fand. Eines Tages stand ein Fremder vor mir – und ich bellte. Laut, klar, voller Kraft. Alle waren überrascht, denn niemand hatte geglaubt, dass ich jemals wieder bellen würde. Doch ich tat es. Ich, der stille, schüchterne Hund, erhob meine Stimme – mutig, selbstbewusst. Es war wie ein Befreiungsschlag, ein Zeichen, dass ich auf dem Weg der Heilung bin.
Ich bin und bleibe ein sanfter, zurückhaltender Hund. Doch in mir steckt auch ein Kämpfer. Schritt für Schritt habe ich mir meinen Platz im Leben zurückerobert. Und wenn ich heute in die Gesichter meiner Menschen sehe, spüre ich ihren Stolz. Sie nennen mich ihren stillen Helden. Vielleicht bin ich das. Aber vor allem bin ich eines: ein Hund, der wieder gelernt hat, zu vertrauen.


traumatisiert



Pate*in werden


Fabio
Fabio

Fabio war noch ein kleiner Welpe, als er aus Rumänien nach Amsterdam adoptiert wurde. Eigentlich hätte für ihn ein unbeschwertes Hundeleben beginnen sollen – doch leider fehlte es an der richtigen Erziehung. Entweder wurde sie vernachlässigt oder falsch angegangen. So lernte Fabio, seinen Willen mit den Zähnen durchzusetzen.
Bald wuchs aus dem tapsigen Welpen ein Hund, vor dem seine eigene Familie Angst hatte. Sie wollten ihn schließlich nur noch loswerden – nicht, weil er böse war, sondern weil sie ihm nicht mehr gewachsen waren. Mehrere Versuche, Fabio zu vermitteln, scheiterten. Sein aggressives Auftreten, besonders Männern gegenüber, machte jede Annäherung unmöglich.
Über Umwege fand Fabio schließlich den Weg zu uns auf den Hun’nenhoff. Und hier bekam er etwas, das er nie wirklich kennengelernt hatte: Zeit, Geduld und Menschen, die ihn nicht aufgaben. Wir sind bei Erstbegegnungen immer noch vorsichtig – doch Fabio hat große Fortschritte gemacht. Heute ist er überwiegend freundlich zu allen Menschen und zeigt, dass unter der rauen Schale ein Hund steckt, der einfach nur verstanden werden möchte.
Fabios Geschichte erinnert uns daran, dass Hunde nicht „schwierig“ geboren werden – sondern dass Erziehung, Zuwendung und Verantwortung über ihr ganzes Leben entscheiden. Auf dem Hun’nenhoff darf Fabio nun so sein, wie er ist: ein Hund mit Vergangenheit, mit Charakter – und mit einer Zukunft, in der er endlich gesehen wird.



bissig



Pate*in werden


Fevi
Fevi

Als Fevi 2018 auf unseren Hof kam, stellte er uns vor eine völlig neue Aufgabe. Eine Verletzung an der Wirbelsäule hatte eine Spastik ausgelöst, die seine Hinterbeine steif nach hinten streckte. Zunächst standen wir vor einer schweren Entscheidung: Sollte man amputieren? Doch schnell wurde klar – das wäre der falsche Weg. Zum Glück haben wir uns dagegen entschieden.
Denn Fevi hat seinen ganz eigenen Umgang mit seinem Handicap gefunden. Statt Beine hat er heute so etwas wie „Kufen“: Er setzt sie geschickt ein und kann sich damit außerhalb seines Rollis erstaunlich gut und frei bewegen. Ein einzigartiger Hund mit einem ganz eigenen Bewegungsstil – voller Lebenswillen und Kraft.
Doch Fevi trägt auch seine Ängste mit sich. Wenn er nach Waden schnappt – besonders bei Besuchern – dann tut er das nicht aus Spaß oder Schelmerei, sondern aus Unsicherheit und Angst. Es ist seine Art, sich zu schützen, wenn ihm etwas zu nah oder zu schnell wird. Mit Geduld, Verständnis und Ruhe kann man sein Vertrauen gewinnen – und dann zeigt sich sein sanftes Wesen.
Fevi macht deutlich, dass wahre Stärke nicht darin liegt, perfekt zu sein. Sie liegt darin, trotz Schmerz und Angst weiterzugehen. Mit seiner besonderen Art lehrt er uns jeden Tag, wie wertvoll es ist, auch verletzte Seelen anzunehmen und ihnen ein sicheres Zuhause zu geben.

Rollihund
Wadenbeisser



Pate*in werden


Frieda
Frieda

Hallo, ich bin Frieda.
Mama. Hundedame. Mischling.
Geboren am 01.01.2021 – ja, richtig gelesen: Neujahrskind. Ich starte Dinge gern neu.
Ich bin ca. 35 cm groß, also perfekt: nicht zu klein, um ernst genommen zu werden, und nicht zu groß, um dir das Sofa streitig zu machen. Geimpft, gechipt, kastriert – der TÜV ist quasi neu. Ich habe drei Kinder großgezogen: Nelly, Joschi und Pelle. Alle drei sind inzwischen in Deutschland und gut vermittelt. Ich? Nun ja… sagen wir mal so: Während meine Kinder Instagram-tauglich waren, war ich eher die Kategorie „sympathisch beim zweiten Hinsehen“. Dabei bin ich wirklich nett. Sehr nett sogar. Menschenbezogen, freundlich, sozialverträglich und extrem verschmust.
Ich kuschle mich so nah an dich, dass du kurz überlegst, ob ich jetzt Hund oder Wärmflasche bin.
Und ja – ich bin auch ein kleines bisschen wachsam. Irgendjemand muss ja aufpassen, dass niemand ungefragt an unsere Snacks geht. Mein bisheriges Leben? Abenteuerlich. Ich habe mit meinen Welpen auf einem Hinterhof „gewohnt“ – viel Gras, wenig Service, kein Zimmerservice, kein Wellness. Ich habe improvisiert. Mama kann das. Lange wollte mich niemand. Kein „Ohhh“, kein „Wie süß“, kein „Die nehmen wir!“. Aber weißt du was? Ich bin geduldig. Und ich weiß, was ich wert bin.
Und jetzt kommt der Plot-Twist:
Am 09. Februar 2026 flog ich von den Azoren nach Deutschland.
Ich ziehe auf den Lebenshof De Hun’nenhoff. Dort wartet schon Nikita, ein kleiner Beißer mit großem Charakter. Man sagt, wir sollen vergesellschaftet werden – ich nenne es ein Blind Date mit Zukunft.
Mein Wunsch ist übrigens ganz bescheiden: Ein warmes Körbchen, Streicheleinheiten (gern in Überlänge), Menschen, die sagen: „Frieda, du gehörst jetzt zu uns.“
Ich verspreche:
Ich bin vielleicht kein Wuschelhund – aber ich bin 100 % Herz, mit Humor, Charme und ganz viel Liebe.

Vermittlungsanfragen bitte an unser Büro (Mo. bis Fr. 9 bis 14 Uhr)
Tel. +49 5199 99 83 90 – 0
info@de-hunnenhoff.de







Patenschaft übernehmen


Gretel
Gretel

„Ich bin Bella… äh, Gretel. Gretel heiße ich jetzt. Und dies ist meine etwas verwirrende, ziemlich erstaunliche Lebensgeschichte.“
Also gut. Setzt euch, holt euch Popcorn – oder besser noch ein Leckerli – denn meine Geschichte hat mehr Wendungen als ein quietschendes Gummihuhn im Schleudergang.
Ich bin Gretel. Fünf Jahre alt. Eine Dame von Welt… na gut, von Klinikbox-Welt. Ein Kriegsgebiet in der Ukraine war mein Zuhause, bevor mein Rücken beschloss, eine spontane Karriere als Diva zu starten und mit einem dramatischen Bandscheibenvorfall zu glänzen. Zwei Operationen später wartete ich nur noch auf eins: meine Menschen.
Aber sie kamen nicht.
Also lebte ich ein Jahr lang in einer Box. Ich wusste irgendwann, wie viele Schritte die Pfleger machen, wie die Heizkörper klingen und an welchem Tag der Putzeimer schlechte Laune hat. Ich wurde quasi Expertin – in Geduld. Und im Warten. Und im charmanten Anschmachten jedes Menschen, der an meiner Tür vorbeiging.
Doch keiner sagte: „Die da, die wollen wir.“
Ich dachte schon, ich müsste meinen Lebenslauf optimieren („Stärken: Kuscheln, Tapferkeit, elegante Schiefläufe“) – da passiert etwas völlig Verrücktes:
Da draußen, weit weg, bricht einem Menschen das Herz durch einen unfassbar sinnlosen Verlust. Ein junger Hund, Michel, geht viel zu früh. Und statt in ihrer Trauer zu versinken, schauen diese Menschen sich um und sagen: „Wir geben einem behinderten Hund den Platz, der frei geworden ist.“
Ähm – hallo? Hier drüben in Box 3!
Ich war offenbar genau der spezielle Fall von „behindert, liebenswert, chaotischer Charmeur mit Blasenservice“, den sie gesucht haben.
Und plötzlich… wurde ich adoptiert.
Sie nennen mich Gretel. Ursprünglich sollte ich „Gerda“ heißen, aber die Tierpfleger  haben wohl die Reißleine gezogen – vermutlich klang es, als würde ich mit Strickjacke und Kittelschürze zur Arbeit gehen. Also Gretel. Ich finde das gut. Es klingt nach Märchen und ich habe ja immerhin schon ein paar Drachen – äh Bomben – überlebt.
Ich bin freundlich zu Hunden, höflich zu Katzen und übertrieben verliebt in Menschen.
Ich humpel ein bisschen, ich brauche Hilfe mit der Blase, aber hey – niemand ist perfekt. Wobei: Ich sonst schon. Fast. Vielleicht.
Und jetzt darf ich auf den De Hun’nenhoff ziehen, wo Herzen offenbar wachsen, statt zu zerbrechen. Und wo ein kleines schräges Hundemädchen endlich aus der Box ins Leben stolpern darf.
Vielleicht finde ich irgendwann sogar meine eigene Familie – eine, die Humor hat, Liebe und ein paar freie Hände für meine exklusiven Wellness-Blasenbehandlungen.
Bis dahin sage ich:
Ich war Bella.
Ich werde Gretel.
Und mein Märchen hat gerade erst begonnen.

Vermittlungsanfragen bitte an unser Büro (Mo. bis Fr. 9 bis 14 Uhr)
Tel. +49 5199 99 83 90 – 0
info@de-hunnenhoff.de

Rollihund





Pate werden


Gustav
Gustav aka Ketti

Fast ein ganzes Jahr lang wussten wir von einem Hund in einem rumänischen Shelter, der Tag und Nacht an einem Container angekettet war – nur, um Vorräte zu bewachen. Ein Leben ohne Freude, ohne Nähe, ohne Freiheit. Immer wieder versuchten wir, ihn von dort zu uns zu holen. Aber wir wussten nichts: Würde er andere Hunde akzeptieren? Würde er Menschen gegenüber freundlich sein – oder ist er gefährlich? Es war ein Wagnis.
Und dann, am 21.12.2018, kam er endlich zu uns: Gustav.
Was wir bekamen, war nicht ein unberechenbarer Wachhund, sondern der knuffeligste, freundlichste Schatz, den man sich vorstellen kann. Von Anfang an war er verträglich mit allen Hunden, offen für alle Menschen – und es war sofort klar: Gustav hat sein Zuhause gefunden. Für immer.
Heute lebt er mit Rudi und Klementine zusammen, liebt Spaziergänge mit seinen vertrauten Menschen – und noch mehr liebt er Wasser. Doch Gustav wäre nicht Gustav, wenn er nicht auch seine ganz eigenen Marotten hätte. Manchmal legt er sich mitten auf der Gassirunde einfach hin und bewegt sich keinen Zentimeter mehr. Dann bleibt uns nichts anderes übrig, als unser „Pannenfahrzeug“ loszuschicken und den Herrn nach Hause zu chauffieren.
Umgekehrt schafft Gustav es aber auch meisterhaft, Menschen zu überreden: Wer eigentlich schon Feierabend machen will, lässt sich von seinem Charme doch noch zu einem nächtlichen Extra-Spaziergang überreden – natürlich nur mit ihm allein, ohne Rudi, ohne Klementine. Denn Gustav weiß genau, wie er seine Wünsche durchsetzt.
Dabei verbringt er seine Zeit eigentlich am liebsten im Haus. Kein Wunder – nach all den Jahren draußen an der Kette hat er genug von Wind und Wetter. Aber wenn er dann doch unterwegs ist, voller Eifer nach Mäusen buddelt oder sich wohlig in die nächste Matschpfütze plumpsen lässt, dann wissen wir: Gustav hat sein Glück gefunden.
Vom Kettenhund zum Herzenshund – Gustav zeigt uns, dass Freiheit, Geborgenheit und ein bisschen Humor manchmal alles sind, was man für ein erfülltes Hundeleben braucht.







Pate*in werden


Gypsie
Gypsie

Gypsie, eine American-Staffordshire-Mix-Hündin aus dem Jahrgang 2013, hat kein leichtes Leben hinter sich. Als wir sie retteten, lebte sie allein in einem Schuppen, weitgehend sich selbst überlassen. Keine Nähe, keine Wärme, keine Sicherheit – nur Einsamkeit.
Doch Gypsie bekam eine Chance: Sie durfte in eine neue Familie einziehen. Leider hatte sie nie gelernt, mit Stress oder Unsicherheit anders umzugehen, als mit den Zähnen. Ein Biss in die Hand führte dazu, dass ihre Menschen Rat bei uns suchten. Sie nahmen Gypsie sogar noch einmal mit zurück, in der Hoffnung, gemeinsam einen Weg zu finden. Doch als es schließlich zu einem Vorfall kam, bei dem sogar eine Gesichtschirurgie nötig wurde, war klar: Dieser Weg konnte nicht weitergehen.
So kam Gypsie endgültig zu uns auf den Hun’nenhoff. Hier zeigt sie ein ganz anderes Gesicht: ruhig, unauffällig und in sich angekommen. Sie lebt in einer kleinen Wohngemeinschaft mit ihrem Hundekumpel Jack – und gemeinsam bilden die beiden ein harmonisches Duo.
Gypsie hat ihre Vergangenheit nicht vergessen, aber sie hat ihren Platz gefunden. Hier darf sie so sein, wie sie ist – ohne Erwartungen, ohne Druck. Einfach als Hund, der leben darf.
Gypsie erinnert uns daran, dass jeder Hund eine Geschichte trägt – und dass auch schwierige Seelen Frieden finden können, wenn man ihnen den richtigen Raum gibt.



bissig



Pate*in werden


Hans
Hans

Hans ist ein Hund, wie man ihn selten trifft: Ein Border Collie, der aufs Wort gehorchen kann, intelligent, aufmerksam und in seiner Konzentration fast unschlagbar. Ein Hund, der zeigt, was diese Rasse so einzigartig macht – und doch einer, dessen Leben von Brüchen geprägt wurde.
Seine erste Familie musste ihn schweren Herzens abgeben, nachdem Hans das Kind angegriffen und schwer verletzt hatte. Für sie brach eine Welt zusammen und für Hans begann ein neuer Lebensabschnitt: Er zog auf den Hun’nenhoff, zunächst mit dem Ziel, eines Tages noch einmal ein neues Zuhause zu finden.
Tatsächlich schien dieser Plan aufzugehen, als eine erfahrene Hundetrainerin aus Hamburg sich seiner annahm. Hans lebte bei ihr, wurde gefördert und seine Begabung, Befehle sofort und präzise auszuführen, machte ihn zu einem Hund, der scheinbar in guten Händen war. Doch das Schicksal schlug erneut zu: In einem Urlaub stürzte sich Hans aus unerklärlichen Gründen auf eine Freundin seiner Halterin und verletzte sie so schwer, dass mehrere Operationen notwendig waren.
So kam Hans zurück – diesmal nicht mehr als Hund zur Vermittlung, sondern als Hund für immer. Auf dem Hun’nenhoff hat er seinen endgültigen Platz gefunden. Hier bekommt er die Sicherheit, die er braucht und den Rahmen, in dem er sein Können und seine Energie zeigen darf, ohne dass es gefährlich wird.
Hans ist kein einfacher Hund – aber einer, der fasziniert. Seine Gelehrigkeit, seine Präsenz und sein Charakter machen ihn zu einem ganz besonderen Bewohner unseres Hofes. Er erinnert uns daran, dass nicht jeder Hund in eine klassische Familie passt. Manchmal braucht es einen besonderen Ort, Menschen mit Erfahrung, Geduld und Verständnis – und genau das hat Hans hier gefunden.
Heute lebt er bei uns, wo er so sein darf, wie er ist: Ein Border Collie voller Intelligenz, voller Kraft und mit einer Geschichte, die uns Demut lehrt. Hans bleibt – und wir sind dankbar, dass er bei uns ist.



bissig



Pate*in werden


Hiswa
Hiswa

Manchmal sind es die stillen Hunde, die die schwersten Geschichten in sich tragen. Hiswa ist einer von ihnen.
Als Welpe fiel er den rumänischen Hundefängern der ASPA in die Hände. Ihr grausamer Versuch, ihn zu töten, war so unfassbar wie herzlos: Mit dem Daumen drückten sie ihm durch das Auge ins Gehirn. Sie wussten nicht – oder wollten nicht wissen –, dass hinter den Augen Knochen liegen, die schützen.
Hiswa brach unter den Schmerzen bewusstlos zusammen. Für seine Peiniger war er damit erledigt. Doch er wurde nicht entsorgt – er wurde einfach liegengelassen. Und genau in diesem Moment begann sein zweites Leben: Ein Anwohner nahm den geschundenen, kleinen Hund zu sich und rettete ihn so vor dem sicheren Tod. Schließlich fand Hiswa den Weg zu uns auf den Hun’nenhoff.
Heute begegnet uns Hiswa als das genaue Gegenteil seiner Vergangenheit: sanft, leise und voller stiller Würde. Er trägt Narben, sichtbar und unsichtbar, doch sie definieren ihn nicht. Vielmehr ist er ein Hund, der uns jeden Tag daran erinnert, wie groß die Kraft zum Überleben ist – und wie tief das Vertrauen, das trotz allem wieder wachsen kann.
Hiswa ist kein Hund, der laut auffällt. Er ist kein Draufgänger, kein „Hofclown“. Aber wer ihm begegnet, spürt sofort seine besondere Präsenz. Es ist diese stille Sanftmut, die Herzen berührt – und die uns Demut lehrt angesichts dessen, was er ertragen musste.
Hiswa durfte leben. Und heute darf er geliebt werden – so, wie er es von Anfang an verdient hätte.



traumatisiert



Pate*in werden

Hope
Hope

Einen wunderschönen guten Tag, mein Name ist Hope. Ich bin über zehn Jahre alt und habe ein besonderes Schicksal – denn ich bin gelähmt. Leider habe ich mein Zuhause verloren und so hat mich mein Weg auf den Hun’nenhoff geführt. Anfangs war alles neu und ungewohnt für mich, doch ich habe beschlossen: Ich quartiere mich einfach hier ein und schaue, wie das Leben nun weitergeht.
Mitgebracht habe ich einen Rollwagen, den ich schon lange nicht mehr genutzt habe – er passt mir auch gar nicht so richtig. Aber wisst ihr was? Hier gibt es echte Rollibauer, die sich um mich kümmern und mir helfen, damit ich wieder mobil und frei sein kann. Denn trotz meiner Einschränkung möchte ich mein Leben genießen – voller Freude, Mut und Lebenslust.
Wie viele Hunde, die in meiner Situation ankommen, hatte ich zunächst schlimmen, blutigen Urin und es roch gar nicht gut. Doch das gehört zu meiner Vergangenheit. Heute kann ich euch sagen: Mir geht es richtig gut! Ich bin aufgetaut, fröhlich und genieße mein neues Leben hier in vollen Zügen.
Und nicht nur das – ich habe sogar einen neuen Job gefunden. Ich bin jetzt die Security auf dem Hun’nenhoff! Mit wachem Blick und einem glücklichen Schwanzwedeln sorge ich dafür, dass hier alles seine Ordnung hat.
Ich, die kleine Hope, habe meinen Platz gefunden – und jeden Tag zeige ich, dass Lebensfreude keine Grenzen kennt.

Rollihund





Pate*in werden


Ian
Ian

Ian, die kräftige Bulldogge, ist ein gutes Beispiel dafür, dass Tierleid nicht nur irgendwo in fernen Ländern geschieht, sondern oft direkt vor unserer Haustür. Fünf Jahre lang lebte er scheinbar unauffällig in seiner Familie, doch hinter den Türen sah die Wahrheit anders aus. Als der neue Partner der Besitzerin einzog, begann ein düsteres Kapitel: Schläge und Tritte wurden für Ian zum Alltag. Trotz allem hielt der Hund durch – loyal, geduldig und voller Vertrauen.
Die Situation eskalierte, als der Sohn der Frau aus erster Ehe zu Besuch kam. Was genau in diesen Minuten passierte, weiß niemand. Das Kind hatte eine Schramme am Hals – und schon wurde Ian zum Sündenbock erklärt. Der Mann im Haus forderte kaltblütig, den Hund sofort einschläfern zu lassen. Andernfalls, so drohte er, würde er Ian eigenhändig vergiften. Er ging sogar so weit, am Computer nach der tödlichen Dosis Rattengift für einen Hund zu recherchieren.
Für die verzweifelte Besitzerin blieb nur ein Ausweg: Sie griff zum Telefon und rief Usha an. Usha, die Seele des Hun’nenhoffs, wusste, dass es hier keine Sekunde zu zögern gab. Noch am selben Tag nahm sie Ian auf und rettete ihm damit das Leben.
Heute zeigt Ian zwei Gesichter. Er ist ein kleiner Clown, verspielt, zuckersüß im Umgang mit seiner geliebten Biene. Für die Mitarbeiter des Hun’nenhoffs ist er längst ein treuer Freund geworden. Doch Fremden gegenüber ist er wachsam, manchmal auch misstrauisch – und das mit gutem Grund. Wer seine Geschichte kennt, versteht, warum.
Ian ist ein Kämpfer. Aber mehr noch: Er ist ein Beweis dafür, dass auch nach dunklen Jahren das Licht zurückkehren kann – wenn nur jemand den Mut hat, hinzusehen und zu handeln.



Beisser

Trauma

Pate*in werden


Jack
Jack

Im März 2020 schrieb das Leben eine dieser Geschichten, die eigentlich viel zu unwahrscheinlich klingen, um wahr zu sein. Auf dem Hun’nenhoff war die Tür längst geschlossen, ein Aufnahmestopp verhängt, das Herz schwer unter der Last all derer, die schon Schutz gefunden hatten. Und doch stand plötzlich Jack da – mit wachen Augen, einem stolzen Blick und dem unausgesprochenen Wissen, dass für ihn die Zeit davonlief. Niemand wollte ihn, niemand hatte mehr Platz. Vor ihm lag die Rückreise nach Rumänien oder das Ende. Zwei Wege, die beide dunkel waren. Aber Jack wählte einen dritten: Er drängte sich durch die unsichtbare Tür, die eigentlich verschlossen war und fand damit seinen Weg ins Leben.
Schon in den ersten Tagen zeigte sich, dass Captain Jack kein leiser Begleiter sein würde. Da war dieser Jagdtrieb, der in jeder Faser seines Körpers lebte, dieses uralte Feuer, das ihn immer wieder spüren ließ, dass die Welt voller Spuren und Geheimnisse ist. Er durfte nie frei über die Felder laufen, zu stark war die Versuchung, jeder Fährte zu folgen. Doch in der Begrenzung entstand etwas anderes: ein feines Band zwischen ihm und den Menschen an seiner Seite. Schritt für Schritt lernte er, sich führen zu lassen und schenkte im Gegenzug sein Vertrauen – vorsichtig zuerst, dann immer selbstverständlicher, so wie nur Hunde es können, die einmal ganz nah am Abgrund standen.
Heute gehört Captain Jack zum Hun’nenhoff, als hätte er nie woanders sein sollen. Er ist einer von denen, die eigentlich nicht mehr passten und doch unersetzlich sind. Mit seiner Kraft, seinem Mut und seiner stillen Zärtlichkeit erinnert er täglich daran, warum man niemals aufgeben darf. Captain Jack, der Hund, den niemand wollte, hat sich sein Zuhause erkämpft – und er hat es mit Leben, Hoffnung und Liebe gefüllt.



Gefahrhund



Pate*in werden


Justus
Justus

Manchmal erzählen Hunde Geschichten, die einem das Herz zerreißen – und zugleich Hoffnung schenken. Justus ist einer von ihnen.
Als winziger Welpe wurde er in Rumänien auf grausame Weise gequält: Man zerschlug ihm die Vorderpfoten, weil ein eingeschränkter Hund mehr Mitleid erregt und beim Betteln mehr Geld einbringt. Ein kleines Leben wurde missbraucht, um menschliche Grausamkeit zu nähren.
Doch Justus hat überlebt. Er hat sich durchgekämpft, trotz Schmerzen, trotz Angst. Als er zu uns kam, war er besonders Männern gegenüber voller Misstrauen. Er mied ihre Nähe, suchte Schutz vor den Händen, die ihm wehgetan haben könnten. Aber mit Geduld, Liebe und Ruhe begann er, Vertrauen zu lernen. Heute lässt er sich vorsichtig streicheln, nimmt Zuwendung an – manchmal noch zögerlich, doch mit einem Blick voller Dankbarkeit.
Seine kaputten Pfoten erinnern kaum noch an die Qualen von damals. Nur hin und wieder humpelt er, ansonsten tobt und bewegt er sich, als wollte er der Welt zeigen: Ich lebe – und ich lasse mir meine Freude nicht nehmen.
Und ja, Justus hat Humor! Mit einer fast schon detektivischen Gabe schafft er es, selbst die winzigste Tablette aus einer Fleischwurst herauszufischen. Ein kleines Schlitzohr mit großem Herzen – das ist Justus.
Heute muss Justus nie wieder Angst haben, sein Zuhause zu verlieren. Er hat seinen Platz gefunden – für immer, inmitten von Menschen, die ihn so lieben, wie er ist: stark, sensibel, eigenwillig und wunderschön.
Justus steht für all die Hunde, die Schlimmes erleben mussten, aber durch Liebe und Geduld heilen dürfen. Seine Geschichte ist eine Mahnung – und ein Versprechen: Kein Leid ist stärker als die Kraft der Zuneigung. Justus lebt auf einer Dauer-Pflegestelle.





Trauma

Pate*in werden


Kalle
Kalle

Kalle – ein Rottweiler sucht seine Aufgabe.
Kalle kam mit elf Monaten zu uns, nachdem seine Familie ihn schweren Herzens abgeben musste. Schon früh zeigte sich, dass Kalle Schwierigkeiten hat, mit Stress und Unsicherheit umzugehen. Bereits als Welpe suchte er im Beißen seine Lösung – ob bei der Tierärztin oder im Alltag. Auch wenn er in der Hundeschule fleißig lernte und alle Hoffnung hatten, dass er seinen Weg zu einem ausgeglichenen Begleiter finden würde, meldeten sich in der Pubertät alte Muster zurück. Schließlich kam es zu Angriffen, erst gegen die Besitzerin, dann sogar gegen das Kind – ein Punkt, an dem seine Familie sich zum Schutz aller dazu entschloss, ihn in unsere Obhut zu geben.
Kalle ist kein einfacher Hund. Er ist futteraggressiv, selbstbewusst und testet seine Grenzen. Aber er ist auch ein beeindruckender Rottweiler mit klarem Wesen, der dringend eine Aufgabe und Struktur braucht. Man merkt ihm an, dass er nicht zum Kuschelhund geboren wurde, sondern zu einem Wächter, der ein großes Gelände im Blick behält und dort seine Bestimmung finden darf.
Für Kalle suchen wir daher Menschen mit viel Erfahrung im Umgang mit anspruchsvollen Hunden, die seine Besonderheiten nicht scheuen, sondern souverän damit umgehen können. Menschen, die ihm nicht nur klare Regeln geben, sondern auch verstehen, was für ein stolzes Tier in ihm steckt.
Kalle ist kein Hund für jedermann – aber für den Richtigen kann er ein großartiger Partner sein.

Vermittlungsanfragen bitte an unser Büro (Mo. bis Fr. 9 bis 14 Uhr)
Tel. +49 5199 99 83 90 – 0
info@de-hunnenhoff.de







Pate*in werden


Kelly
Kelly

Als es mit Schnute und Kalle nicht mehr funktionierte – weil der stürmische Rottweiler ständig auf der arthrosegeplagten Hündin herumturnte – war klar: er brauchte eine neue Gefährtin an seiner Seite. So kam Kelly zu uns auf den Hof. Eine imposante Owtscharka-Hündin, stark und robust genug, um seinem Temperament standzuhalten.
Doch schon bald zeigte sich: Stärke ist nicht alles. Kelly war so schüchtern und von lauter Angst durchzogen, dass niemand den Mut fand, sie in eine Verpaarung zu schicken. Ihr sanftes Wesen ließ jedes Herz weich werden – man wollte sie einfach nur beschützen.
Und so begann für Kelly ein neues Kapitel: Sie zog zu Tanner, der ebenfalls eine Gefährtin für sein Rudel suchte. Dort blühte sie langsam auf, Schritt für Schritt. Aus der ängstlichen, zurückhaltenden Hündin wurde eine mutigere, selbstbewusstere Seele. Heute lebt Kelly Seite an Seite mit dem kraftvollen Riesenschnauzer Navajo – und hat endlich ihren Platz gefunden.



Trauma



Pate*in werden


Khan
Khan

Man könnte meinen, bei uns lebt ein kleiner Bär – aber nein, es ist Khan, unser ganz persönliches Wunder auf vier Pfoten! Mit seinem wuscheligen Fell und der gemütlich-bärigen Statur sieht er aus, als würde er gleich den Honigtopf plündern. Tatsächlich kam er aber nicht aus dem Wald, sondern aus Rumänien – und seine Geschichte ist alles andere als kuschelig.
Als Welpe wurde Khan angefahren und einfach liegengelassen. Doch echte Helden in Form von Tierschützern nahmen ihn auf. Und siehe da: Der kleine, gelähmte „Bärenhund“ lernte, wieder zu laufen – eine echte Comeback-Story, die Hollywood nicht schöner schreiben könnte.
Sein Einzug bei uns war allerdings … sagen wir mal: knackig. In seiner Angst biss Khan gleich mal in Chefin Usha – schließlich muss man als Mini-Bär seine Grenzen abstecken. Inzwischen hat er verstanden, dass er bei uns geliebt und beschützt wird, auch wenn er gewisse Eigenheiten beibehalten hat.
So bleibt Khan bis heute inkontinent – aber hey, was soll’s? Wir wischen das mit Humor weg, denn was zählt, ist sein großes Herz. Nur beim Thema Futter hört der Spaß auf: Da zeigt der Bär seine Zähne und die Regel lautet klar: Finger weg vom Napf!
Kurz gesagt: Khan ist nicht perfekt – aber genau deshalb ist er perfekt für uns.







Pate*in werden


Kingley
Kingley

Kingley – ein kleiner Hund mit einem großen Herzen. Seine besondere Leidenschaft ist es, Küsschen zu verteilen – mit seiner zarten, liebevollen Art schleicht er sich so in die Herzen der Menschen, die ihn kennen.
Seine Geschichte beginnt jedoch nicht so harmonisch. In England war er alles andere als der Traumhund, den man sich wünschte. Statt ein treuer Familienfreund zu sein, entwickelte er sich zu einem kleinen Familientyrannen. Für ihn stand plötzlich alles auf dem Spiel: Einschläfern, Tierheim oder gar eine Rückkehr nach Rumänien. Doch das Schicksal hatte andere Pläne.
Wir holten Kingley – damals noch Max – in Belgien ab und brachten ihn zu uns auf den Hof. Hier durfte er neu beginnen. Und siehe da: Hinter der harten Schale zeigte sich ein überwiegend freundlicher kleiner Kerl, der das Leben genießt – solange man ihm seine Grenzen klar zeigt.
Heute ist Kingley ein Hund, der vor allem eines schenkt: Liebe. Mit jedem Küsschen, das er verteilt, zeigt er, dass auch schwierige Wege zu glücklichen Anfängen führen können.







Pate*in werden


Kismet
Kismet und Dackel Paule

Kismet. Schon der Name klingt nach Schicksal und vielleicht ist es genau das, was sie ist: ein Geschöpf zwischen Licht und Schatten, halb Hund, halb Fledermaus. Ihre Ohren wirken wie Schwingen, die im Wind erzittern, ihre Augen funkeln im Dunkel wie glühende Kohlen. Wer sie zum ersten Mal sieht, spürt sofort die Kraft, die in ihr ruht und das Rätsel, das sie umgibt.
Als sie ins Tierheim kam, war ihre Geschichte bereits von Menschenhand gezeichnet. Man sagte, sie sei „scharf gemacht“ worden – abgerichtet auf Aggression, ein Hund, den man zu einer Waffe formte. Zurück blieb ein Körper voller Energie und ein Herz, das gelernt hatte, jedem Fremden mit Misstrauen zu begegnen. Am Gitter sprang sie hoch, drei Meter schien es zu sein, bellte und knurrte, als wolle sie die Welt auf Abstand halten. Wochenlang wiederholte sich diese Szene. Wer sich näherte, spürte den Bannkreis, den sie um sich gezogen hatte.
Dann kam der Tag, an dem ein Spaziergang vorgeschlagen wurde – mit ihr und einem Dackel, einem winzigen Kaninchenteckel von kaum vier Kilo. Eine groteske Vorstellung: geballte Muskelkraft an der Seite eines kleinen Rotzlöffels, der sein Glück kaum fassen konnte. Alle Befürchtungen schienen berechtigt, man konnte den Verlust schon förmlich vorausahnen. Doch es kam anders.
Kismet ließ sich von dem kleinen Frechdachs auf der Nase herumtanzen. Er bellte sie an, biss ihr in die Beine, zupfte an den Ohren, forderte sie zum Spiel, zum Jagen, zum Übermut. Und sie – die angeblich gefährliche, aggressive, scharf gemachte Hündin – antwortete mit Gelassenheit. Kein Knurren, kein Biss, nur eine stille Bereitschaft, diesen kleinen Gefährten neben sich zu dulden, ja mehr noch, ihn zu mögen.
Seit jenem Tag bilden die beiden ein Gespann wie Pat und Patachon. Seite an Seite ziehen sie los: die eine, ein Bündel aus Kraft und Präsenz, ein Wesen, das halb Schatten, halb Tier zu sein scheint, und der andere, ein Dackel mit der Unverschämtheit eines Königs im Körper eines Narren. Gemeinsam sind sie ein Bild des Widerspruchs und doch stimmt alles in dieser Harmonie.
Heute ist aus dem bedrohlichen Bellen ein Wedeln geworden. Aus dem Funken Misstrauen eine Flamme von Vertrauen. Kismet hat das Gesicht gewandelt, das sie der Welt zeigt. Noch immer trägt sie das Rätsel in sich, noch immer ist sie halb Hund, halb Fledermaus – aber wer ihr Herz einmal berührt, spürt, dass sie nicht länger nur ein Geschöpf der Furcht ist, sondern ein Wesen des Schicksals.
Und so bleibt man stehen, sieht ihr nach und denkt: Verstehen kann man es nicht. Aber fühlen – ja, fühlen kann man es.



bissig



Pate*in werden


Klementine
Klementine

Ich bin Klementine, eine Hündin aus Rumänien, die keiner wollte und mein Herz schlägt manchmal noch ein wenig schneller, wenn Neues vor mir liegt. Als ich zum ersten Mal mit diesem fremden Menschen losmusste, war ich skeptisch. Zum Glück war meine vertraute Gassigängerin bei mir, zusammen mit Navajo. So konnte ich mich orientieren und prüfen, ob dieser neue Zweibeiner vertrauenswürdig war. Ich hielt mich brav an seiner Seite, warf vorsichtige Blicke hinauf in sein Gesicht – suchte Zeichen, dass er mir nichts Böses wollte. Drei verschiedene Leckerchen bot er mir an und erst beim dritten dachte ich: „Na gut… das schmeckt gar nicht so schlecht.“ Ich spürte, wie er sich freute, als hätte ich ihm ein Geschenk gemacht. Ein Traumhund nannte er mich. Ich tat so, als wäre es selbstverständlich, aber innerlich fühlte ich Stolz.
Beim nächsten Besuch hieß es: nur wir zwei. Ganz allein. Ich ließ mich darauf ein, lief mutig bis zur nächsten Straße – und dann war Schluss. Ich setzte mich hin, meine Pfoten fest auf dem Boden, der Blick starr nach vorne: Kein Schritt weiter. Der Mensch verstand die Welt nicht mehr. Doch er setzte sich zu mir, streichelte mich vorsichtig am Hals. Das war angenehm… bis seine Hand meinen Kopf berührte. Sofort warf ich mich zu Boden. Alte Angst brach hervor, als hätte der Schatten der Vergangenheit mich gepackt. Doch im selben Moment erinnerte ich mich: „Dieser Mensch ist anders. Er meint es gut.“ Zögernd erhob ich mich wieder, doch weiterlaufen? Nein. Ich kehrte lieber mit ihm um.
Doch der Hof war besetzt – fremde Hunde, lautes Rollen, zu viel Trubel. Und dann kam der Regen. Dunkle Tropfen, schwer und kalt. Mein Mensch öffnete den Kofferraum seines Autos und plötzlich war alles ganz anders: ein Picknick! Chicken-Joghurt-Leckerlis so viel ich wollte. Während ich knabberte, kämpfte er mit seiner Regenjacke und ich musste innerlich kichern: So ein unbeholfener Zweibeiner. Als der Regen nachließ, wagten wir es noch einmal. Ich lief wie verwandelt an seiner Seite, beschwingt und leicht. Vielleicht wollte ich ihm einfach zeigen, dass Regen für mich kein Grund ist, aufzugeben.
Dann kam das Feld. Vor uns die riesigen Pfützen, die glänzten wie Spiegel. Der Boden rutschig, seine Schuhe unpassend, mein Herz voller Abenteuerlust. Ich hörte ein Rascheln, sprang – und landete hart in der Leine. Platsch! Wasser spritzte, wir beide lagen da, nass bis auf die Haut. Ich sah ihn an, meine Augen groß und fragend: „Alles gut mit dir?“ Und er lachte! Da wusste ich, wir hatten gerade unser erstes gemeinsames Geheimnis, unser eigenes Missgeschick, das uns zusammenschweißte.
Beim nächsten Mal jedoch übermannte mich wieder die Angst. Schon in der Schleuse bebte ich, kroch fast auf dem Boden, japste und schließlich legte ich mich quer auf die Straße. Mein Herz raste, meine Gedanken schrien: „Ich kann nicht! Ich kann nicht!“ Doch dann setzte er sich zu mir, sprach leise Worte, berührte mich sanft. Es war, als würde seine Ruhe meine Angst vertreiben. Ganz langsam ließ ich los, erlaubte mir, die Nähe zu genießen. Und irgendwann stand ich auf – bereit, neu zu beginnen.
Wir gingen weiter, viel weiter als zuvor. Ein unbekannter Weg, voller Düfte und Spuren. Ein Picknick mitten in der Freiheit, langsames Trödeln zurück nach Hause. Da spürte ich es: Vertrauen. Beim nächsten Besuch rannte ich ihm entgegen, voller Freude, als hätte ich nur auf ihn gewartet. Ich ließ ihn überall streicheln, keine Angst mehr, nur Freude. Und damit begann etwas Neues: unsere Freundschaft. Und mein besonderes Ritual – das Gassiliegen. Ja, ich werfe mich nun gerne lang auf den Weg, weil ich weiß: Dann gibt es Nähe, Streicheleinheiten, Wärme. Er hat mir gezeigt, dass selbst meine alten Ängste zu etwas Schönem werden können. Heute weiß ich: Ich darf liegen, ich darf kuscheln, ich darf vertrauen.
Wir sind Freunde. Nicht nur für eine Runde, nicht nur für einen Tag. Für immer.







Pate*in werden


Kremlin
Kremlin

Meine ersten Erinnerungen riechen nach Staub, Enge und Angst. Ich lebte in einem Hühnerstall in Rumänien – vergessen, ungeliebt, unsichtbar. Irgendwann stand mein Name auf einer Liste, die für viele Hunde das Ende bedeutete: der Tötungsliste. Ich wusste nicht, ob ich jemals die Chance bekommen würde, mehr zu sein als nur „ein Hund zu viel“.
Doch dann kam ein Funken Hoffnung. Ich durfte auf eine Pflegestelle in Deutschland ziehen. Dort hieß es: Vielleicht findet er bald ein Zuhause. Und tatsächlich, im November 2018 öffnete sich eine Tür für mich – die Tür zum De Hun’nenhoff, meinem Zuhause.
Aber Vertrauen wächst nicht über Nacht. Fremde machten mir schreckliche Angst. Ich schnappte, ich biss, weil ich nicht wusste, wie ich mich sonst schützen sollte. Auch auf dem Hun’nenhoff habe ich dieses Verhalten lange mit mir getragen, wie einen schweren Rucksack voller Misstrauen. Doch meine Menschen gaben mich nicht auf. Sie hielten durch, gaben mir Zeit und nach und nach konnte ich den Rucksack ablegen. Heute darf ich erfahren, was es bedeutet, sicher zu sein.
Jetzt teile ich mein Leben mit meinen Gefährten Asu, Richie, Kingley und Dennis. Wir sind eine kleine Familie, die mir zeigt, dass ich nicht allein bin. Wenn ich neuen Menschen begegne, zögere ich erst, mein Herz sofort zu öffnen. Doch wenn ich einmal Vertrauen gefasst habe, lasse ich alles zu und schenke meine Zuneigung bedingungslos.
Ich bin ein lebensfroher, energiegeladener Hund. Ich belle gern, laufe voller Elan, spiele und manchmal „hüte“ ich ein wenig – das steckt in mir. Meine Augen leuchten, wenn ich bei denen bin, die ich liebe. Zu meinen Artgenossen und zu vertrauten Menschen bin ich heute sanft und freundlich.
Meine Geschichte ist ein Weg von der Dunkelheit ins Licht.
Von der Angst ins Vertrauen.
Von Einsamkeit zu Liebe.
Ich bin Kremlin – und endlich darf ich sein, wer ich wirklich bin.







Pate*in werden


Lexa
Lexa

Als Schnute zu den Carusos zog und Kelly bei Tanner blieb, fehlte Kalle noch immer die passende Partnerin. An dieser Stelle trat Lexa auf den Plan. Die Rottweiler-Mix-Hündin brachte genau die richtige Mischung aus Robustheit und Zurückhaltung mit, um Kalle Paroli bieten zu können ohne sich aufzudrängen.
Lexa ist ein Hund, der Menschen liebt – manchmal sogar ein wenig zu sehr. Sie kann sehr anhänglich und aufdringlich werden und wenn sie keine Beachtung findet, wirkt sie schnell etwas verloren. Doch solche Momente sind selten, denn in der Regel hat sie immer jemanden an ihrer Seite, der ihr Aufmerksamkeit schenkt. Ihre große Stärke ist, dass sie sich problemlos auf neue Menschen einlässt: Mit jedem Gassigänger geht sie bereitwillig mit, ohne Misstrauen oder Zögern.
So ist Lexa zu einer verlässlichen und liebenswerten Begleiterin geworden, die nicht nur Kalle Gesellschaft leistet, sondern auch allen Zweibeinern in ihrem Umfeld mit ihrer offenen, manchmal etwas fordernden, aber stets herzlichen Art begegnet.







Pate*in werden


Lord
Lord

Lord – schon sein Name klingt nach Stärke und Würde, doch in seinem Herzen trägt er eine ganz andere Geschichte. Er ist weiß wie ein Eisbär, ein Bild von Zartheit und Reinheit. Und doch liegt über ihm ein Schatten, den nur er kennt. In Rumänien hat er Schreckliches erlebt, genug, um ihn für immer zu prägen. Was genau geschehen ist, wissen wir nicht – und vielleicht erzählt er es nie. Aber seine Augen sprechen von einer Vergangenheit, die schwer auf seiner Seele lastet.
Wenn man ihn sieht, wirkt er wie eine stille Insel im Sturm: Während andere Hunde voller Unruhe bellen, springen und rennen, liegt Lord einfach da. Mit einer Gelassenheit, die fast anrührt, ruht er mitten im Raum, als wolle er der Welt zeigen, dass Stille manchmal lauter sein kann als jedes Geräusch. Er ist die Ruhe selbst, ein stiller Beobachter, ein Wesen, das im Inneren zittert und nach außen dennoch eine friedliche Präsenz ausstrahlt.
Doch es gibt Momente, in denen seine Angst unübersehbar ist. Sobald man ihm eine Leine anlegt, erstarrt er – sein Körper wird steif, seine Augen weit. Kein Schritt, keine Bewegung. Als hätte das unscheinbare Stück Leine die Macht, ihn zurückzuzerren in eine Vergangenheit, die er lieber verdrängen möchte. Spazierengehen, so selbstverständlich für andere Hunde, ist für Lord ein Berg, den er noch nicht besteigen kann.
Und trotzdem: Inmitten all dieser Zerbrechlichkeit steckt in ihm eine große, stille Kraft – die Fähigkeit zu vertrauen. Hat Lord einmal beschlossen, dass ein Mensch ihm wohlgesonnen ist, dann verändert er sich. Er wird zum treuesten Begleiter, weich und sanft  weicht er diesem Menschen nicht mehr von der Seite. Er sucht Nähe, legt sich nieder, spürt die Hand, die ihn streichelt. Und zeigt mit jeder seiner Gesten: Du bist meine Sicherheit.
Es sind diese zarten Momente, die das Herz brechen und gleichzeitig heilen. Denn Lord, so traumatisiert er auch ist, öffnet sich – langsam, vorsichtig, tastend. Er braucht keine großen Dinge, um glücklich zu sein. Ein ruhiger Platz, eine sanfte Berührung und vielleicht ein paar Kekse, die er sichtlich liebt.
Lord ist kein Hund, der laut fordert oder der Mittelpunkt sein will. Er ist ein leiser Schatz, ein Wesen, das in seiner Zurückhaltung eine fast magische Anmut trägt. Ein Hund, der uns Menschen lehrt, dass Vertrauen Zeit braucht, dass Liebe Geduld erfordert – und dass das größte Glück manchmal darin liegt, einfach nur nebeneinander zu sein.



Trauma

Geht nicht spazieren

Pate*in werden


Louis
Louis

Als Louis 2012 zu uns kam, trug er noch den Namen Balou. Doch schon bald zeigte sich, dass dieser temperamentvolle Amstaff-Beagle-Mix eher dem charmanten King Louis glich: ein energiegeladener Jungspund, der mit seinen acht Monaten voller Kraft und Neugier durchs Leben stapfte. Sein damaliges Frauchen konnte ihn kaum halten – und als sie ins Krankenhaus musste, kam Louis zu uns auf Besuch. Aus dem Besuch wurde ein Zuhause für immer.
Heute ist Louis das genaue Gegenteil seines stürmischen Anfangs: der ruhigste Hund auf dem ganzen Hof. Er strahlt eine Gelassenheit aus, die ansteckend wirkt – fast so, als hätte er beschlossen, die Rolle des weisen Königs mit Würde zu übernehmen. Mit seinem treuen Blick, der sanften Art und seiner besonnenen Präsenz schenkt er jedem, der ihm begegnet, ein Gefühl von Ruhe und Geborgenheit.
Louis ist ein Hund, der zeigt, dass wahre Größe nicht in Lautstärke oder Kraft liegt, sondern in der stillen Stärke des Herzens.







Pate*in werden


Lucy
Lucy

Lucy ist eine Hündin, die das Leben auf eine unvorstellbar harte Probe gestellt hat. In Rumänien wurde sie von einem Auto angefahren und einfach am Straßenrand liegengelassen – verletzt, hilflos und allein. Tierschützer fanden sie schließlich und brachten sie in eine Klinik. Doch auch dort erfuhr sie kein Mitgefühl: Ihr verletztes Bein musste amputiert werden und zusätzlich wurde sie in der Klinik geschlagen. Für ein Lebewesen, das nichts als Zuneigung verdient, war das ein unvorstellbares Martyrium.
Danach kam Lucy in ein Tierheim, wo sie bei Wind und Wetter draußen ausharren musste – ohne Unterschlupf, ohne Wärme, ohne Geborgenheit. Sie kannte nur Kälte, Hunger und Gewalt. In der Hundegruppe wurde sie immer wieder verdrängt, fand keinen Platz auf den Decken oder unter den schützenden Unterständen. Die kleine „Lucky Lucy“ hatte keine Chance – eine dreibeinige, schüchterne Hündin, die niemand haben wollte.
Doch Lucy hat überlebt. Und sie hat gelernt, wieder zu vertrauen. Als wir sie vor vielen Jahren zu uns holten, begann ein neues Kapitel für diese besondere Hündin. Heute lebt sie mit ihren zwei Gefährten, Cubanito und Baldur, zusammen – und obwohl sie selbst so sanft und zurückhaltend ist, führt sie ihr kleines Rudel mit leiser Autorität. Ihre Jungs hat sie liebevoll, aber bestimmt im Griff.
Lucy ist eine Podenco-Mischlingshündin mit einer langen, feinen Nase – perfekt, um in den Fingerzwischenräumen nach den letzten Krümeln eines Kekses zu stöbern. Sie ist vorsichtig und scheu, besonders bei fremden Menschen, doch wer ihr Vertrauen gewinnt, erlebt eine unglaublich zarte, verschmuste und lebensfrohe Seele. Ihre Physiotherapie und die gemeinsamen Kuschelmomente liebt sie sehr, dabei blüht sie richtig auf.
Jetzt wagt Lucy sogar ihre ersten Schritte mit einer Prothese. Denn auch wenn sie gelernt hat, auf drei Beinen durch das Leben zu gehen, soll ihr Leben im Alter leichter und schmerzfrei sein. Jede kleine Bewegung mit der neuen Prothese ist ein Sieg – ein Beweis für ihre Stärke, ihre Geduld und ihre unbändige Lebensfreude.
Lucy ist ein Hund, der trotz allem Leid nicht gebrochen wurde. Sie ist eine sanfte Kämpferin, eine Überlebende, eine kleine Heldin. Wer sie kennenlernt, spürt sofort: Dieses Wesen aus Rumänien trägt ein großes, reines Herz in sich – voller Liebe, voller Hoffnung, voller Mut.







Pate*in werden


Luna
Luna

Luna ist eine dieser stillen Heldinnen, die man erst auf den zweiten Blick wirklich erkennt. Eine alte Herdenschutzhündin mit wachen Augen, in denen so viel Leben liegt – und so viel Geschichte.
Soweit wir wissen wurde sie gemeinsam mit Baron in Deutschland von ihrem Besitzer zurückgelassen. Einfach zurückgelassen. Die beiden harrten aus, wie Herdenschutzhunde es tun: treu, standhaft, wartend. Nachbarn brachten Futter, hielten sie irgendwie über Wasser. Doch dann wurde das Grundstück verkauft, die Tore verschlossen – und plötzlich stand das Wort im Raum, das einem das Herz zerreißt: Einschläferung.
Wir konnten nicht wegsehen.
Wir wollten Luna und Baron übernehmen, ihnen den sicheren Hafen schenken, den sie längst verdient haben. Wir mussten etwas umbauen, Zäune anpassen, alles vorbereiten. Aber dann sollten sie das tun dürfen, was ihr Wesen ausmacht: unsere Schafweiden und den Hof bewachen, wieder Aufgaben spüren, wieder dazugehören.
Luna ist inzwischen uralt. Ihr Körper trägt die Spuren eines langen Lebens. Sie leidet an chronischem Schnupfen und Husten. Wir haben alles abgeklärt – Tierklinik, Spiegelung, MRT. Es gibt keine einfache Lösung. Mit ACC und regelmäßigen Inhalationen halten wir es meist ganz gut in Schach. Doch manchmal wird es wieder schlechter und man merkt, wie sehr sie kämpfen muss.
Und dann gibt es diese besonderen Momente.
Gassigänger Tilo steigt mit ihr für eine halbe Stunde in die Solekammer. Der feine Dampf aus Meeressalz löst, befreit, schenkt Erleichterung. Luna steht dann ganz ruhig da, atmet tiefer, freier. Und während sie Linderung erfährt, bekommt Tilo ganz nebenbei noch eine kleine „Hautverjüngungskur“. Es ist fast ein bisschen Magie in der Luft – Salz, Dampf, Fürsorge.
Früher bewachte sie mit Baron unseren Hof. Schulter an Schulter, wie es sich für Herdenschutzhunde gehört. Baron ist vor einigen Jahren gegangen und an Lunas Seite lief ihr neuer Partner Luke, denn wir inzwischen leider viel zu früh gehen lassen mussten. Die beiden waren ein Team – Erfahrung und Kraft, Weisheit und Wachsamkeit. Luna mag langsamer geworden sein, ihr Atem manchmal schwer, aber ihr Herz ist unverändert groß. Ihr Blick prüft noch immer jedes Geräusch, jede Bewegung.
Und wir werden alles tun, damit ihre letzte Zeit von Würde, Wärme und Zugehörigkeit geprägt sind – so, wie es eine alte Herdenschutzhündin wie Luna verdient.







Patenschaft abschliessen


Mara
Mara

Mara lebt bei uns aus einem ganz einfachen Grund: In ihrem russischen Tierheim wollte sie niemand anfassen – und das lag nicht an mangelnder Schönheit, sondern an ihrem konsequenten „Bitte-nicht-berühren“-Programm. Verständlich, dass die Vermittlungschancen da eher Richtung „Null“ gingen.
Nun ist sie also hier. Und was soll man sagen: Anfassen lassen will sie sich immer noch nicht – aber wer braucht schon Kraulen, wenn man Auslauf, Futter und ein Dach über dem Kopf hat? Ihre Versorgung ist gesichert, selbst wenn sie dabei so tut, als habe man gerade den Eintritt zu einer Achterbahnfahrt gelöst.
Denn Mara hat ein Talent: Sie kann sich in Windeseile hochschrauben wie ein Hubschrauberrotor. Ein falscher Blick, ein falsches Geräusch – und schon denkt man, man wohne mit einem Flummi auf vier Beinen zusammen. Das sieht zwar nach „außer Rand und Band“ aus, ist aber im Grunde nur ihre Art, die Welt mit ein bisschen Extra-Energie zu würzen.
Und wenn’s dann mal ernst wird, zum Beispiel beim Tierarzt, kommen unsere erfahrenen Mitarbeiter ins Spiel. Mit Know-how, Geduld und einem leichten Sinn für Abenteuer meistern sie auch Maras kleine „Ausnahmesituationen“.
Kurz gesagt: Mara ist ein Energiebündel mit eingebautem Sicherheitsabstand. Sie macht, was sie will – und wir machen einfach mit. Und so lebt sie glücklich auf dem De Hun’nenhoff, wo man weiß: Nicht jede Liebe muss durch Streicheln bewiesen werden.



Beissender Hund

Moechte nicht spazieren gehen

Pate*in werden


Maverick
Maverick

Ich heiße Bodo.
Zumindest hieß ich so.
Ich bin ein kleiner Jack Russell Terrier, vielleicht drei oder vier Jahre alt. So genau weiß das niemand. Mein Leben wird nicht in Jahren gezählt, sondern in Geräuschen: Schüsse. Sirenen. Explosionen.
Ich komme aus einem Tierheim nahe Saporischschja. Am 6. Februar fiel das Feuer vom Himmel. Drohnen. Ein greller Knall. Mauern, die einstürzten. Schreie meiner Freunde. Viele von ihnen sind dort geblieben, unter Trümmern und Staub. Ich habe überlebt. Ukrainische Tierschützer haben mich aus dem zerstörten Heim getragen. Warum ich noch atme und so viele andere nicht, verstehe ich nicht.
Doch die Gewalt begann lange vor diesem Tag.
In meinem kleinen Körper stecken mehrere Luftgewehrkugeln. Menschen haben auf mich gezielt, als wäre ich eine Dose aus Blech. Röntgenbilder zeigen die Projektile deutlich. Eine Tierärztin sagt, sie liegen stabil, sie müssen im Moment nicht operiert werden. Aber sie erzählen meine Geschichte.
Und mein Rückenmark ist auf Höhe des dritten Lendenwirbels durchtrennt. Seitdem sind meine Hinterbeine gelähmt.
Ich versuche trotzdem zu laufen. Ich will doch nur hinterher. Dorthin, wo Stimmen freundlich klingen. Doch ich ziehe meinen Hinterkörper über den Boden. Fünf Kilometer von der Front entfernt lag ich in einer provisorischen Unterkunft, während die Erde bebte. Es gab dort keinen Rollwagen für mich. Kein weiches Gras. Nur harten, schmutzigen Boden. Meine Beine sind wund, aufgescheuert, offen. Man versorgte mich, so gut es geht. Aber es fehlte an Zeit. An Ruhe. An Sicherheit.
Ich kann nichts für die Kugeln in meinem Körper.
Ich kann nichts für den Krieg.
Ich kann nur warten.
Dann sollte ich evakuiert werden. Ich habe die aufgeregten Stimmen gehört, das Rascheln von Leinen, das Starten von Motoren. Aber dann kamen andere Stimmen. Strenge. Harte. Das Militär hatte alle Zufahrtsstraßen dicht gemacht. Niemand durfte durch.
Ich blieb zurück.
Ich habe gelernt, still zu sein. Zu hoffen, ohne zu winseln.
Heute Abend, sagten sie, klappt es bestimmt. Der Ehemann einer befreundeten Tierschützerin ist beim Militär. Er brachte mich persönlich zum Treffpunkt. Manchmal tragen Menschen Uniformen und trotzdem ein Herz. Vielleicht sogar gerade dann.
Und tatsächlich – ich wurde getragen. Vorsichtig. Schnell. Vorbei an Kontrollposten, vorbei an Fragen, vorbei an Angst.
Ich habe es geschafft.
Ich habe es bis nach Rumänien geschafft.
Danke, sagen die Menschen. Danke an alle wunderbaren Helfer.
Ich wedle ein bisschen. Mehr kann ich nicht.
„Hallihallo, ich bin’s – der Bodo aus der Ukraine“, würde ich sagen, wenn ich sprechen könnte. Menschen mit riesengroßem Herzen und einem Mut, der größer ist als der Lärm der Bomben, haben mich aus dem Kriegsgebiet gerettet. Weiter geht es auf den Hun’nenhoff. Sie sagen, dort darf ich ankommen.
Ankommen.
Das Wort klingt weich.
Die Reise war lang. Kilometer um Kilometer. Ich habe viel geschlafen. Vielleicht war es das erste Mal, dass mein Körper nicht ständig auf den nächsten Knall gewartet hat.
In Deutschland haben mich liebe Menschen entgegengenommen. Und wisst ihr was? Ich habe mich erstmal richtig durchgefuttert. Nach all dem Staub schmeckt jedes Stückchen Futter wie ein kleines Wunder. Mein Bauch ist noch vorsichtig, aber mein Herz nicht mehr ganz so sehr.
Und dann – endlich.
Zu Hause angekommen.
„Bodo“, sagen sie. Und dann lachen sie sanft. „Da wir hier schon einen Bodo haben, heißt du jetzt Maverick.“
Maverick.
Ich weiß nicht, was es bedeutet. Aber es klingt nach Wind. Nach Freiheit. Nach jemandem, der seinen eigenen Weg geht – auch wenn die Hinterbeine nicht mitmachen.
Also heiße ich jetzt Maverick.
Ruh dich erstmal aus, kleiner Mann, sagen sie.
Und ich tue es.
Zum ersten Mal liege ich nicht auf Beton, sondern weich. Kein Zittern im Boden. Kein Heulen der Sirenen. Nur leise Stimmen. Andere Hunde. Ein Hof. Leben.
Ich habe einen Rollwagen bekommen und bin direkt losgeflitzt – nicht wie früher, aber auf meine Weise. Ich bin verträglich mit anderen Hunden. Ich bin nicht kastriert. Und ich bin dankbar. Für jede Hand, die mich streichelt. Für jede leise Nacht. Für jeden Morgen ohne Rauch in der Luft.
Früher habe ich auf Explosionen gelauscht.
Heute lausche ich auf meinen Namen.
Maverick.
Und wenn ich die Augen schließe, denke ich:
Vielleicht musste ich nicht für mich kämpfen.
Vielleicht haben genug Menschen für mich gekämpft.
Ich warte nicht mehr.
Ich bin angekommen.

Vermittlungsanfragen bitte an unser Büro (Mo. bis Fr. 9 bis 14 Uhr)
Tel. +49 5199 99 83 90 – 0
info@de-hunnenhoff.de

Rollihund

adoptiere mich



Patenschaft abschliessen


Merlin
Merlin

Vor vier Jahren erreichte uns eine Gruppe von Hunden, die dringend ein neues Zuhause benötigten. Unter ihnen war auch Merlin, ein wunderschöner British Collie. Für alle Hunde aus dieser Notfallgruppe fanden sich rasch liebevolle Menschen, die ihnen ein neues Leben schenkten.
Doch Merlin sollte einen besonderen Weg gehen. Zu jener Zeit waren Caruso und ich durch den Verlust unseres treuen Begleiters Krümel „verwaist“. In dieser schweren Phase wurde Merlin für uns zum Seelentröster. Während die anderen Hunde auszogen, blieb er bei uns – und wir merkten schnell, dass es genau so richtig war.
Seitdem ist Merlin nicht nur ein treuer Gefährte, sondern auch ein Stück Trost und Hoffnung. Sein sanftes Wesen und seine einfühlsame Art machen ihn zu einem unverzichtbaren Teil unserer Familie auf De Hun’nenhoff.

Platzhalter





Pate*in werden


Miruna
Miruna

Miruna ist ein kleines Wunder auf zwei Rädern – und eine Hündin, die mit ihrer Geschichte tief berührt. Als sie zusammen mit ihrer Gefährtin Mirela (vermittelt) aus Rumänien zu uns kam, war sie noch nicht einmal zwei Jahre alt und ein kleines, zerbrechliches Würmchen. Gelähmt in den Hinterbeinen, mit großen Schmerzen und einer Blase, aus der nur reines Blut kam, war ihr Start ins Leben alles andere als leicht. Man sah ihr die Angst und Unsicherheit deutlich an und lange Zeit schien es, als hätte sie allen Mut verloren.
Doch Miruna hat uns gezeigt, was wahre Stärke bedeutet. Mit viel Geduld, liebevoller Zuwendung, medizinischer Versorgung und unzähligen Streicheleinheiten begann sie Schritt für Schritt, ihr Vertrauen wiederzufinden. Und heute? Heute ist aus dem schüchternen, verletzten Hundemädchen ein quirliger Kobold geworden, der mit seinem eigenen Rolli fröhlich durch die Gegend saust.
Ihre Ängstlichkeit blitzt zwar hin und wieder noch auf – zu tief sitzen die Erinnerungen an ihre schweren ersten Jahre. Aber wer Miruna jetzt erlebt, sieht eine Hündin voller Lebenslust, die gerne spielt, Unsinn treibt und ihre neue Freiheit in vollen Zügen genießt. Sie hat nur Blödsinn im Kopf und bringt uns täglich zum Schmunzeln.
Miruna ist der beste Beweis dafür, dass auch die kleinsten und schwächsten Geschöpfe zu großen Persönlichkeiten heranwachsen können, wenn sie Liebe, Fürsorge und eine zweite Chance bekommen. Aus einem verletzten, ängstlichen Seelchen ist ein fröhlicher Sonnenschein geworden – unsere Miruna!

Rollihund





Pate*in werden


Navajo
Navajo

Navajo von der Junkersmeute kam zu uns, als sein Leben ins Wanken geraten war. Sein Besitzer, ein älterer Herr, der ihn über alles geliebt hatte, war verstorben. Zurück blieb ein Hund voller Sehnsucht, der plötzlich alles verloren hatte: sein vertrautes Zuhause, seine Sicherheit, seinen Menschen.
Ein halbes Jahr lang wurde Navajo weitergereicht. Niemand wollte ihn so recht behalten – zu groß, zu eigenständig, zu anspruchsvoll für viele. Doch wir wussten schon lange um ihn, kannten seine Vorbesitzer gut und hatten seiner Züchterin ein Versprechen gegeben: Sollte dem alten Herrn jemals etwas zustoßen, würden wir uns um diesen stolzen Riesenschnauzer kümmern.
Und so kam Navajo schließlich zu uns. Wir spürten sofort seine innere Unruhe, seine Verwirrung, seine Unsicherheit. In seinen Augen lag aber auch etwas anderes: eine leise Hoffnung, dass er endlich ankommen durfte.
Wir nahmen ihn so, wie er war – groß, sensibel, verletzlich. Schritt für Schritt öffnete er sich uns, zeigte Vertrauen und legte sein großes Herz in unsere Hände. Mit jedem Tag wurde klarer: Hier wollte er bleiben. Hier war sein Platz.
Was als Versprechen begann, wurde zu einer tiefen Bindung. Navajo fand bei uns nicht nur ein neues Zuhause, sondern eine Familie. Und wir fanden in ihm einen Gefährten, der unser Leben mit seiner Stärke, seiner Treue und seiner stillen Zärtlichkeit bereichert.
So wurde aus Schmerz ein neuer Anfang. Und wir sind dankbar, dass Navajo den Weg zu uns gefunden hat – oder vielleicht besser: dass wir den Weg zu ihm finden durften.







Pate*in werden


Nikita
Nikita

Nikita hat schon einiges erlebt. Nach einem langen Aufenthalt im Tierheim schien seine Zukunft ungewiss: Eine kurze Vermittlung endete mit einem Beißvorfall und ein epileptischer Anfall nahm ihm die letzte Chance auf ein Zuhause. Fast niemand wollte ihm noch eine Möglichkeit geben.
Doch 2020 durfte Nikita bei uns auf dem Hun’nenhoff einziehen – und hier fand er endlich seinen Platz. Heute zeigt er uns jeden Tag, dass es sich lohnt, einem Hund mit schwieriger Vergangenheit eine Chance zu geben.
Nikita hat gelernt, dass Vertrauen wachsen darf und er überrascht uns immer wieder mit seiner freundlichen, charmanten Seite. Er liebt seine Kekse – zum Glück deutlich mehr als Waden – und kann mit den richtigen Menschen ein treuer Begleiter sein.
Seine Geschichte zeigt: Auch Hunde mit Startschwierigkeiten können ankommen und glücklich werden – wenn man ihnen Zeit, Geduld und Liebe schenkt.



bissig



Pate*in werden


Peticel
Peticel

Ich? Ach, ich bin’s, der Peticel. Der Freigeist unter den Hunden, der Houdini des Hundehofs, der alte Straßenphilosoph mit dem grauen Schnauzer und dem Funkeln im Auge. Wenn ihr glaubt, Rudi sei der Meister im Ausbrechen – ha! – dann habt ihr mich noch nicht gesehen. Ich übertreffe Rudi locker. Für mich war kein Zaun zu hoch, kein Gitter zu eng, keine Tür zu stabil. „Unmöglich“, sagten sie. „Moment“, sagte ich – und war schon drüben.
Ich stamme aus Rumänien, wo ich einst frei durch die Straßen zog, von Wind und Sonne geleitet, die Nase im Wind, die Pfoten im Staub. Ich war kein Hund – ich war eine Legende auf vier Beinen. Doch irgendwann fanden die Hundefänger Gefallen daran, mich zu jagen. Nicht, weil ich ihnen was getan hätte, sondern aus purer Bosheit. Ich war nämlich das Lieblingskind einer Tierschützerin. Und genau die wollten sie damit treffen. Wie sie mir nachstellten, als wäre ich ein Schatz, den sie heben wollten! Aber ich war der Schatten in der Gasse, der Windstoß um die Ecke – keiner konnte mich fassen. Bis auf die eine, die mich wirklich liebte. Sie fing mich ein.
Doch ich, Peticel, geboren zum Freisein, wurde in ein Versteck gesperrt. Und was soll ich sagen: ein Freigeist in einer Kiste ist wie ein Vulkan im Einmachglas. Ich drehte durch. Ich bellte, ich tobte, ich zerlegte innerlich die Welt. Schließlich flehte sie die Menschen vom De Hun’nenhoff an, mich aufzunehmen. Und so landete ich hier.
Und glaubt mir, auch hier blieb kein Zaun sicher. Ich war der Erste, der die Grenzen testete, über die Absperrungen flog wie ein alter Straßenakrobat. Aber irgendwann – ja, ich kann’s selbst kaum glauben – kam ich zur Ruhe. Ich fand meinen Platz. Die Freiheit war plötzlich nicht mehr in der Ferne, sondern lag in den Augen derer, die mich annahmen wie ich bin.
Heute bin ich der Älteste auf dem Hof. Der Weise, der Buddha auf vier Beinen. Ich lebe mit meiner russischen Schönheit Mara, die so distanziert ist, dass sie sich lieber von einer Wolke anfassen ließe als von einer Menschenhand. Und mit Badger, dem ewigen Kindskopf, der mir manchmal in den Bart sabbert, wenn er zu sehr an mir klebt. Beide hängen sie an mir – ihr Papa Peticel. Wenn ich mal Gassi gehe und nicht da bin, fangen sie an, wie kleine Satelliten nervös um die Sonne zu kreisen.
So sitze ich nun hier, alter, grauer Freigeist. Nicht mehr gejagt, nicht mehr auf der Flucht. Und wenn jemand fragt, wer der wahre Ausbrecherkönig ist – dann reicht ein Blick in meine müden, aber schelmischen Augen. Denn ich, Peticel, bin nicht nur ausgebrochen aus Zäunen. Ich bin ausgebrochen aus dem Schicksal selbst.







Pate*in werden


Piciu
Piciu

Der imposante Doggen-Mischling Piciu trägt einen Namen, der in seiner Heimat Rumänien eine ganz besondere Bedeutung hat: „Piciu“ heißt so viel wie „kleiner Junge“ oder liebevoll „kleiner Bub“ – eine zärtliche Anrede für die Kleinsten. Ironischerweise steckt hinter diesem niedlichen Namen kein Winzling, sondern ein stattlicher, kraftvoller Hund, dessen Größe im Kontrast zu der kindlich-sanften Bedeutung seines Namens steht.
Als Welpe erlitt er durch einen Biss eine schwere Verletzung an der Wirbelsäule. Die anfängliche Hoffnung, dass er durch Physiotherapie wieder laufen könne, wich der traurigen Gewissheit, dass sich ein Stück seines Rückenmarks aufgelöst hatte – ganze acht Zentimeter, die nie zurückkehren würden. Von diesem Tag an stand fest: Piciu würde nie mehr auf eigenen Beinen durch die Welt laufen können.
Doch anstatt zu zerbrechen, fand Piciu seine eigene Art, das Leben zu meistern. Als später auch noch sein Hinterlauf amputiert werden musste, erwuchs aus dem Verlust eine neue Freiheit. Ohne Schmerzen und mit einem unerschütterlichen Lebenswillen bewegt er sich heute souverän mit seinem Rolli über den Lebenshof Hun'nenhoff – stark, stolz und voller Freude.
Piciu lebt nicht in einer Familie, sondern auf diesem besonderen Hof, auf dem Tiere in Würde und Sicherheit ihr Leben verbringen dürfen. Dort ist er zu Hause, mitten unter Artgenossen und Menschen, die ihn lieben und respektieren.
Piciu ist kein Hund, den man bemitleidet. Er ist ein Hund, der inspiriert. Er zeigt, dass das Leben trotz Rückschlägen voller Abenteuer, Nähe und Glücksmomente sein kann. In seiner Stärke liegt Sanftheit, in seinem Schicksal Hoffnung. Piciu ist ein „kleiner Junge“ mit einer großen Seele – ein Freund, ein Kämpfer und ein Botschafter für Lebensmut, der alle Herzen berührt, die ihn kennenlernen dürfen.

Rollihund





Pate*in werden


PomPom
PomPom

Olá aus Portugal!
Ich bin’s, der PomPom. Ja, genau – der kleine zerknautschte Hunde-Opa, der aussieht, als hätte das Leben mich einmal durchgeschüttelt und dann liebevoll wieder hingestellt. Auf einem Auge sehe ich nix mehr, auf dem anderen auch nicht mehr allzu viel – aber hey, wer braucht schon HD, wenn man Liebe und Leckerliduft in der Nase hat?
Ich laufe trotzdem ganz wunderbar durch den Garten und durchs Haus. Man munkelt, ich hätte ein eingebautes Navigationssystem – „PomPom 2009 Edition“, funktioniert überraschend gut.
Ich bin ein friedlicher Geselle. Streit? Ach Quatsch, in meinem Alter diskutiert man höchstens noch mit dem Fressnapf, wenn er zu früh leer ist. Ich mag alle Hunde, alle Menschen und Katzen finde ich völlig in Ordnung – solange sie mich nicht überrennen, ich bin ja nur 30 cm Stolperhöhe.
💙 Mein Wesen?
Entspannt wie ein portugiesischer Rentner mit Pastel de Nata.
Lieb wie ein Opa, der immer heimlich Süßigkeiten verteilt.
Und freundlich wie ein alter Briefkasten, der einfach alles nimmt und niemandem weh tut.
💊 Meine „Alterszimperlein“
Ich habe eine kleine Herzschwäche – also krieg ich täglich ein Herztabletchen. Ganz easy. Und Leine? Joa… sagen wir so: Ich kenne sie nicht, aber ich kenne Menschen und auf die lasse ich mich gern ein.
Was ich brauche, ist nicht viel:
Einen Herzmenschen.
Ein bisschen Garten.
Ein warmes Plätzchen, an dem ich meine alten Knochen parken darf.
Mehr verlange ich nicht. Versprochen.




blind



Pate*in werden


Raik
Raik

Es gibt Hunde, die mit lautem Herzen durchs Leben gehen – und es gibt Raik.
Ein Malinois-Mischling, der die Nähe sucht ohne sie ertragen zu können. Der sich neben seine Menschen legt, so dicht, dass man seinen Atem hört, doch ohne eine Berührung zuzulassen. Nähe ohne Berührung – das ist seine Sprache der Zuneigung. Sein Weg war kein leichter. Schon mit acht Monaten stand er heimatlos vor den Toren des Tierheims und da hatte er bereits fünf Besitzer hinter sich. Fünf Mal Hoffnung, fünf Mal Enttäuschung. Vertrauen wurde ihm aus den Händen gerissen, ehe es überhaupt wachsen konnte. Und Kinder – jene Wesen, die voller Unbeschwertheit sein sollten – sind für ihn bis heute ein Schatten, ein altes Trauma, das ihn nicht loslässt.
Dabei wollte Raik immer nur eines: Sicherheit. Einen Menschen, der ihn versteht, der ihm zeigt, wo sein Platz ist und der ihm die Regeln zeigt, nach denen er sich insgeheim so sehr sehnte. Doch diese Beständigkeit blieb ihm lange verwehrt.
Im Tierheim zeigte er, dass er mehr ist als nur ein Hund mit Vergangenheit. Er lernte, er übte, er saugte jede liebevolle Aufmerksamkeit auf wie ein Schwamm. Manche Dinge fielen ihm leicht, andere brauchten Geduld – doch immer wieder bewies er, dass er bereit ist, sich einzulassen und zu vertrauen. Nur wenn die Welt ihn überforderte, wenn alles zu viel wurde, dann brauchte er jemanden, der ihn sanft zurückholt und ihm die Richtung weist.
Raik hat ein großes Herz. Er ist fröhlich, neugierig und voller Lebensfreude. Er liebt es, unterwegs zu sein, Neues zu entdecken, Abenteuer zu erleben – am liebsten Seite an Seite mit seinen Menschen. Und doch ist er nicht nur der wilde Entdecker: In seinen Augen liegt die stille Sehnsucht nach Geborgenheit, nach jemandem, der ihn so nimmt, wie er ist – mit all seiner Energie, seiner Verspieltheit, aber auch mit seiner Verletzlichkeit.
Raik ist nicht „nur“ ein Tierheimhund. Er ist eine Seele, die gekämpft hat, die nie aufgegeben hat, die sich nach Liebe und Zugehörigkeit sehnt. Aus „Rocky“ wurde Raik – ein Hund, der gelernt hat, dass ein neuer Name auch ein neuer Anfang sein kann.
Denn dann kam er zu uns, auf den Hun’nenhoff. Hier fand er einen Ort, an dem die Tore nicht verschlossen, sondern offen standen – für sein Wesen, für seine Eigenheiten, für seine stille Art zu lieben. Raik genießt er es, mit seiner listigen, schelmischen Intelligenz die Mitarbeiter an der Nase herumzuführen. Wer einmal in seine klugen Augen blickt, weiß, dass er ein Meister darin ist, das Spiel mit den Menschen zu führen – nie boshaft, immer mit einem Funken Humor.
Heute ist Raik acht Jahre alt. Ein Hund, der gelernt hat, dass Zuneigung viele Formen hat. Dass Liebe nicht im Streicheln liegt, sondern im Verstehen. Auf langen Spaziergängen blüht er auf, läuft mit gespannter Aufmerksamkeit durch die Welt, als könnte er jedes Blatt lesen, jeden Windhauch deuten. Und wenn wir dann gemeinsam im Gras sitzen, beim Picknick, legt er sich neben uns. Nicht auf uns, nicht in unsere Arme – aber so nah, dass man spürt: Hier bin ich. Hier will ich bleiben.
Raik ist kein Hund, der allen gefallen will. Aber er ist ein Hund, der den Seinen die Welt schenkt – in seiner stillen, unaufdringlichen, tiefen Art. Ein Hund, der nicht berührt werden will und doch zutiefst berührt. Und vielleicht hat Raik bei uns auf dem Hof seinen Menschen gefunden, der ihn schon ganz bald endlich nach Hause bringt.




bissig



Pate*in werden


Richie
Ritchie

Richie – ein schöner, tiefschwarzer Hund aus Rumänien – hatte keinen leichten Start ins Leben. Gemeinsam mit einer Hündin war er schon auf dem Weg nach Deutschland, voller Hoffnung, endlich in einer Familie ankommen zu dürfen. Doch das Schicksal meinte es nicht gut: Seine neue Familie sagte plötzlich ab. Plötzlich stand da die große Frage im Raum: Wohin nur mit diesen beiden Notfällen?
So führte Richies Weg schließlich auf den Hun’nenhoff. Für seine Gefährtin fand sich schnell ein liebevolles Zuhause – doch Richie blieb zurück. Er war so scheu, so still, so voller Unsicherheit, dass klar war: Er braucht Zeit. Viel Zeit. Und so durfte er bleiben. Das war 2018.
Anfangs war Richie ein Schatten seiner selbst. Vertrauen zu fassen, erschien fast unmöglich. Ein Geschirr anlegen, mit ihm spazieren gehen? Undenkbar. Doch in seiner kleinen Hundegruppe, vor allem an der Seite von Asu, begann Richie ganz langsam aufzutauen. Zunächst waren es nur vorsichtige Blicke, dann erste flüchtige Berührungen. Bald merkte er: Menschen sind gar nicht so schlimm – sie haben Geduld, sie haben Liebe… und sie haben Kekse.
Immer öfter kam Richie fröhlich angelaufen, wenn man ihn rief. Seine Augen funkelten, sein Schweif begann zaghaft zu wedeln und irgendwann suchte er die Nähe ganz bewusst. Doch bis ich ihn das erste Mal wirklich berühren durfte, vergingen dreieinhalb Jahre. Ein kleiner Zufall, fast unbeabsichtigt – und doch ein so großer Moment. Nichts Schlimmes geschah und Richie, dieser besondere Hund, strahlte am Ende vor Freude, als hätte er endlich verstanden: Nähe tut gut.
Auch unsere treue Gassigeherin Inge erlebte Richies Entwicklung hautnah. Sie ging regelmäßig mit seinen Hundefreunden spazieren – Kremlin, Kingley und Dennis – und ganz bestimmt haben sie Richie von ihren Abenteuern vorgeschwärmt. Stück für Stück wuchs auch zwischen Inge und Richie ein unsichtbares Band. So sehr, dass er irgendwann nicht nur Streicheleinheiten zuließ, sondern sogar das Geschirr anprobierte.
Anfangs wagte er sich nur vorsichtig hinaus: auf den Hof, bis vor das Tor, ein kleines Stück die Zufahrt hinauf und wieder hinunter. Doch mit jedem Schritt wuchs sein Mut. Und hätte Richie gewusst, dass die Welt so viel größer, bunter und aufregender ist als der Hun’nenhoff, er wäre wohl schon viel früher mit Inge losgezogen.
Heute läuft Richie stolz immer größere Runden. Mit funkelnden Augen schnuppert er neugierig die Spuren der Wildtiere, liest die geheimen Botschaften seiner Hundekumpels und genießt kleine Picknicks mit Inge. Aus dem ängstlichen Schattenhund ist ein fröhlicher Entdecker geworden – ein Hund, der sein Herz geöffnet hat und uns allen zeigt, dass Geduld, Liebe und Vertrauen die größte Magie sind.



Trauma



Pate*in werden


Rocket
Pocket Rocket

Die kleine Papillon-Hündin Rocket trägt ihr Schicksal mit einer bewundernswerten Leichtigkeit. Mit funkelnden Augen und einem Herzen voller Lebensfreude erobert sie jeden, der ihr begegnet. Kaum zu glauben, dass ihr Weg einst so schwer begann: In Rumänien von einer engagierten Tierschützerin heimlich in einem Hotelzimmer versteckt, war ihre Zukunft ungewiss. Für Rocket wurde verzweifelt ein Platz gesucht – ein Ort, an dem sie willkommen ist, so wie sie ist.
Als sie schließlich zu uns kam, war sofort klar: Sie hat ihren Hafen gefunden. Mit ihrem winzigen Rollstuhl, dem kleinsten auf dem ganzen Hun’nenhoff, flitzt sie nun über den Hof, als hätte sie nie etwas anderes getan. Hindernisse scheinen für sie keine Grenzen zu sein, sondern bloß kleine Herausforderungen, die sie mit Charme und Lebenslust überwindet. Rocket zeigt uns Tag für Tag, dass wahre Stärke nicht in Größe oder Kraft liegt, sondern im Mut, das Leben trotz aller Widrigkeiten zu lieben.
Heute ist sie nicht nur ein fester Teil unserer Familie, sondern ein Symbol für Hoffnung und Lebensfreude – ein kleines Wunder auf Rädern, das unser Herz im Sturm erobert hat.

Rollihund





Pate*in werden


Rocky
Rocky

Rocky kommt aus Russland und ihm wurde durch Gewalt die Wirbelsäule zertrümmert. Liebe Menschen brachten ihn nach Deutschland. Er ist ein Rolli-Hund, ängstlich gegenüber Fremden. Dank der lieben Gassigänger, die sich so viel Zeit mit ihm genommen haben, ist Rocky inzwischen ein selbstbewusster und mutiger Gassigänger und ein lustiger Hof-Flitzer geworden.

Rollihund

Trauma



Pate*in werden


Rona
Rona

Das ist Rona.
Etwa acht Jahre alt – und doch trägt sie schon ein ganzes Leben in ihrem Blick. Rona wurde aus dem Kriegsgebiet der Ukraine evakuiert. Zwischen Lärm, Angst und Unsicherheit hat sie Dinge erlebt, die kein Lebewesen erfahren sollte. Die Spuren dieser Zeit sind sichtbar: Sie ist traumatisiert, Menschen gegenüber noch vorsichtig und aus purer Angst hat sie sich sogar selbst ihren Schwanz abgebissen.
Und trotzdem macht sie sich nun auf den Weg.
Auf den Weg in ein neues Leben.
Auf den Weg zum Lebenshof De Hun’nehoff.
Wir hoffen so sehr, dass sie hier nicht nur Sicherheit, sondern auch Heilung finden darf – und vielleicht sogar ihr Herz verschenkt. Denn hier wartet jemand auf sie. Nikita. Auch Nikita kennt schwere Zeiten. Nach einem langen Aufenthalt im Tierheim schien seine Zukunft beinahe verloren. Eine kurze Vermittlung endete mit einem Beißvorfall, ein epileptischer Anfall nahm ihm die letzte Chance auf ein Zuhause. Kaum jemand wollte ihm noch eine Möglichkeit geben.
Doch 2020 durfte Nikita auf dem Hun’nenhoff einziehen – und hier begann seine zweite Geschichte.
Heute zeigt er uns jeden Tag, was möglich ist, wenn man einem Hund mit schwieriger Vergangenheit Zeit, Geduld und Liebe schenkt. Vertrauen durfte wachsen. Aus Unsicherheit wurde Nähe. Aus Skepsis wurde Charme.
Und ja – er liebt seine Kekse inzwischen deutlich mehr als Waden.
Nikita ist angekommen.
Und nun kommt Rona.
Die beiden sehen sich sogar ein wenig ähnlich – vielleicht ist das ein gutes Omen. Zwei Seelen mit Narben, zwei Geschichten voller Brüche. Vielleicht erkennen sie sich. Vielleicht geben sie einander Halt. Vielleicht darf aus all dem Schmerz etwas Neues entstehen: Vertrauen. Freundschaft. Und irgendwann vielleicht sogar ein kleines Stück unbeschwerte Freude.
Wir wünschen uns, dass Rona bei uns lernen darf, dass Hände nicht wehtun, dass Stille Frieden bedeutet und dass ein Zuhause mehr ist als nur ein Ort.
Und wer weiß – vielleicht wird Nikita ihr zeigen, dass das Leben trotz allem wieder schön sein kann.



traumatisierter Hund



Patenschaft abschliessen


Rudi
Rudi

Also, hört mal zu. Ich bin Rudi. Epagneul Breton-Mix, Baujahr 2014, also durchaus schon ein erfahrener Herr im besten Hundealter. Manche sagen, ich sei ein Familienhund. Ich sage: Ich bin der Sicherheitsinspektor. Und glaubt mir, keiner kennt sich so gut mit Türen, Gittern und Schlössern aus wie ich.
Man hat mich ja damals aus Rumänien importiert, so als „Vermittlungshund“. Klang erstmal gut – bisschen Reisen, neue Leute kennenlernen. Aber meine erste Familie war eher… naja… unvorbereitet. Schon am ersten Tag habe ich ihnen demonstriert, dass eine Tür kein ernstzunehmendes Hindernis für einen Profi ist. Ein Gitter? Bitte. Ein Schloss? Pff. Leute, ich habe Pfoten und einen Kopf voller Ideen!
Zack – war ich wieder draußen. Die Familie sah mich an, als wäre ich Houdini persönlich. Ich aber dachte: „Na, habt ihr was gelernt? Ich bin Rudi. Regeln gelten für die anderen.“
Also zurück ins Rudel. Diesmal zu Menschen, die es ernst meinten. Monate (!) haben die gebraucht, um eine Schließtechnik zu entwickeln, die mich wirklich aufhält. Ehrlich gesagt, ich war ein bisschen stolz. Endlich mal eine richtige Herausforderung.
Aber mein Meisterstück – das war die Nummer mit Chefin Usha.
Sie war im Bad, Tür zu, Schlüssel draußen im Schloss. Ich denke mir: „Na, Rudi, was wäre ein guter Streich?“ Also hüpfe ich an der Tür, stupse den Schlüssel mit der Nase und – klack – dreh ihn um. Tür zu. Von außen verriegelt. Und Usha drin. Sie hat gerufen. Sie hat gelacht. Und irgendwann… hat sie leicht geflucht. Ich dagegen habe mich auf den Teppich gelegt, Schwanz wedelnd und mir gedacht: „Mission accomplished.“
Natürlich wurde ich später als „Schelm“ bezeichnet. Aber ich schwöre: Das war pure Fürsorge! Schließlich muss jemand in dieser Familie testen, ob die Sicherheitssysteme wirklich funktionieren.
Und das, liebe Leute, ist meine Lebensphilosophie:
Wenn es ein Schloss gibt – teste es.
Wenn es ein Gitter gibt – überwinde es.
Und wenn es eine Tür gibt – dann frag dich: „Wie kann ich sie von außen zusperren?“
Ich bin Rudi. Epagneul Breton-Mix. Sicherheitsbeauftragter. Und, nebenbei, das heimliche Genie im Rudel.







Pate*in werden


Schlumpf
Schlumpf

So, da bin ich – euer Schlumpf.
Ich habe schon einiges erlebt in meinem Leben. Und nicht alles war schön. Lange saß ich in einem rumänischen Tierheim fest. Menschen machten mir Angst, ich wusste nicht, wem ich trauen konnte. Als ich hierherkam, war ich voller Zweifel, ängstlich und unsicher. Aber mit der Zeit habe ich gelernt: Es gibt Menschen, die es gut mit mir meinen. Heute bin ich oft ein vergnügtes Kerlchen, ich habe großen Appetit – und Kekse liebe ich ganz besonders.
Doch dann kam dieser Schlag: Ein bösartiger Tumor an meinem Gesäß, der viel zu schnell wuchs. Plötzlich war alles wieder so dunkel. Ich musste operiert werden, und danach folgten zehn Bestrahlungen. Es war schwer für mich, aber ich wollte nicht aufgeben. Ich habe gekämpft – und ich habe es geschafft. Ich habe meine Krebserkrankung überstanden.
Ganz leicht ist mein Leben trotzdem nicht. Mit Geschirr und Leine spazieren zu gehen, das ist nicht so meine Stärke. Manchmal laufe ich noch geduckt, weil die Angst immer wieder durchkommt. Aber ich probiere es – Schritt für Schritt.
Am liebsten ging ich mit meinem großen schwarzen Kumpel Alessio Gassi. An seiner Seite fühlte ich mich sicherer, mutiger, weniger allein. Doch mein Kumpel ist gestorben. Seitdem ist alles wieder schwerer geworden. Jetzt gehe ich gar nicht mehr so gerne Gassi, draußen fehlt mir mein Halt, mein Schutz, mein Freund. Die Welt fühlt sich ohne ihn größer und unheimlicher an.
Fremde Menschen mag ich nicht so sehr, nur diejenigen, die ich kenne, lasse ich in mein Herz. Aber wenn ihr mir einen Keks gebt – dann strahlen meine Augen.
Denn trotz allem habe ich gelernt: Es lohnt sich zu leben und zu kämpfen. Auch wenn das Leben weh tut und Abschiede schwer sind. Ich bin Schlumpf – und ich gebe nicht auf.








Pate*in werden


Schmutzi
Schmutzi

Schmutzi – ein kleiner Hund mit einer großen Geschichte. Als wir sie übernahmen, war sie bereits wieder auf den Beinen, doch einst war sie gelähmt. Eine Krankheit, die viele ihrer Artgenossen nicht überstehen, hatte ihr Leben gezeichnet: Staupe. Und trotzdem zeigt sie uns heute, dass man niemals aufgeben darf. Denn ein Hund wie Schmutzi trägt eine unerschütterliche Lebensfreude in sich – und die Kraft, allen Widrigkeiten zu trotzen.
Heute läuft sie mit funkelnden Augen über den De Hun'nenhoff, als hätte es die dunklen Zeiten nie gegeben. Sie hüpft ausgelassen, spielt und manchmal landet sie mit einem frechen Sprung direkt auf Muttis Kopfkissen – ihr liebster Platz. Es ist, als wolle sie uns damit jeden Tag sagen: "Seht her, das Leben lohnt sich, auch wenn es schwer war."
Schmutzi erinnert uns daran, dass Hoffnung stärker ist als jede Diagnose. Sie ist der lebendige Beweis, dass ein gelähmter Hund niemals aufgegeben werden sollte – denn manchmal ist genau in ihnen die größte Stärke verborgen.








Pate*in werden


Shadow
Shadow

Als kleiner Welpe begann Shadows Geschichte auf eine Weise, die das Herz zerreißen könnte: vom Veterinäramt eingezogen, weil man bei ihm etwas „nicht ganz Normales“ vermutete. Ein Neurologe stellte fest, dass Shadows Wirbelsäule eine angeborene Deformierung aufwies. Die Nervenversorgung seiner Hinterläufe funktionierte nicht so, wie sie sollte – eine Diagnose, die damals klang, als würde sie ihm alle Chancen nehmen. Mit gerade einmal acht Monaten schien sein Leben bereits von Grenzen bestimmt.
Doch Shadow selbst sah das anders.
Ein Hof voller Leben – und ein Hund voller Mut
Als er auf den De Hun’nenhoff kam, war die Diagnose noch frisch: vielleicht würden seine Hinterläufe mit dem weiteren Wachstum völlig versagen. Statt Mitleid bekam Shadow hier aber etwas viel Wertvolleres: Vertrauen. Vertrauen, dass er seinen eigenen Weg gehen würde – egal, ob auf vier Beinen oder irgendwann mit Hilfe eines Rollis.
Und so kam es. Heute sieht man Shadow über den Hof sausen, die Sonne im Fell, die Ohren im Wind – sein Rolli klappert hinter ihm her, manchmal schneller, als man glauben mag. Schon so einige Rollwagen hat er bei seinen wilden Ausritten zu Schrott gefahren. Aber Shadow? Der steht immer wieder auf, schüttelt sich und flitzt weiter, als wolle er der Welt zeigen: Mich hält nichts auf.
Der Dribbelkönig
Besonders, wenn der Fußball ins Spiel kommt, kennt Shadow kein Halten. Mit unglaublichem Geschick lenkt er die Kugel über den Hof, dribbelt Hindernisse und Mitspieler gleichermaßen aus. Seine Vorderläufe arbeiten schnell, seine Augen glänzen und sein Rolli quietscht im Takt seines Tempos. Für alle, die ihn spielen sehen, gibt es keinen Zweifel: Shadow ist ein geborener Dribbelkönig.
Sein Geheimnis? Vielleicht ist es die Mischung aus Lebensfreude, Kampfgeist und einem unerschütterlichen Willen. Vielleicht aber auch das Lächeln in den Gesichtern der Menschen, wenn sie sehen, wie dieser Hund mit Handicap die Welt erobert.
Ohne Rolli – wenn es drauf ankommt
Und manchmal, wenn es nötig ist, überrascht Shadow noch einmal alle: Dann verlässt er sich auf seine eigenen Beine. Konzentriert, Schritt für Schritt, läuft er ohne Hilfe. Nicht perfekt, nicht wie andere Hunde – aber voller Stolz und Würde.
Ein Herz, das größer ist als jede Diagnose
Shadow hat bewiesen, dass wahre Stärke nicht in körperlicher Perfektion liegt. Sie steckt in Mut, Lebenslust und dem unbändigen Wunsch, einfach dabei zu sein. Wo andere Grenzen sehen, sieht er nur eine neue Herausforderung. Und wenn er wieder einmal wie ein kleiner Sturm über den Hof fegt, den Ball vor sich herjagend, dann spürt man: Dieser Hund lebt jeden Augenblick in vollen Zügen.
Shadow – der gehandicapte Schäferhund, der zum Helden wurde. Nicht trotz, sondern gerade wegen seiner besonderen Geschichte.

Rollihund





Pate*in werden


Spero
Spero

Spero war einmal ein kleiner Tibet Terrier in Rumänien, voller Lebenslust und Unbeschwertheit. Doch ein tragischer Unfall veränderte alles: Ein Auto erfasste ihn und brach seine Wirbelsäule. Von da an begann ein Leidensweg, wie ihn kaum ein Lebewesen verdient hat. Durch die unterbrochene Nervenversorgung starben seine Hinterläufe Stück für Stück ab, eine grausame Gangrän fraß sich durch sein Fleisch. Um ihm das Überleben zu ermöglichen, mussten beide Beine amputiert werden. Doch das Schicksal meinte es noch härter: Weil er sich auf dem Boden aufscheuerte, mussten auch sein Schwanz und sein Penis entfernt werden.
Als er im März 2015 auf dem Hun’nenhoff ankam, war er ein Bild des Jammers: offene Stümpfe, eine Blasenfistel direkt neben dem Anus, ständig bedroht von Infektionen. Die hinzugezogenen Ärzte gaben nur wenig Hoffnung. Ein multiresistenter Keim hatte seine Blase befallen, Harngries bildete sich immer wieder und die Zukunft des kleinen Hundes schien besiegelt. Viele hätten an diesem Punkt aufgegeben, doch auf dem Hun’nenhoff entschied man anders: Man wollte Spero eine Chance geben – koste es, was es wolle.
Mit unermüdlicher Pflege, kolloidalem Silber und Kalmuswurzelpuder heilten schließlich seine Wunden. Er bekam einen eigens für ihn angefertigten Wagen und vom ersten Moment an fuhr er damit, als hätte er nie etwas anderes getan. Dreimal täglich wird seitdem seine Blase über den Katheter entleert, gespült und desinfiziert – ein Ritual, das viel Zeit und Hingabe erfordert, aber zu seinem Wohl unverzichtbar ist.
Und Spero dankt es mit jeder Faser seines Seins: Jeder, der ihn heute sieht, spürt sofort seine Freude, sein Leuchten, seinen unerschütterlichen Lebenswillen. Kein Schmerz der Vergangenheit hat ihm seine Liebe zum Leben genommen. Im Gegenteil: Er zeigt allen, die ihm begegnen, wie wertvoll jeder Tag ist.
Sein Name kommt aus dem Rumänischen – Spero bedeutet „Hoffnung“. Und genau das verkörpert er seit nunmehr vielen Jahren: Hoffnung, die niemals zu früh aufgegeben werden darf. Dank speziellem Futter, medizinischem Wissen und unendlicher Fürsorge lebt er heute in einem stabilen, gesunden Zustand. Spero ist glücklich, voller Lebensmut – und ein Vorbild für uns Menschen. Denn er zeigt: Egal, wie dunkel es scheint, es gibt immer Hoffnung.

Rollihund





Pate*in werden


Trulla
Trulla

Manchmal sind es gerade die besonderen Hunde, die unser Herz am meisten berühren. Trulla ist so eine Hündin.
Als sie zu uns kam, hat sie es uns nicht leicht gemacht – voller Unsicherheit und dem Drang, ihre Bezugsperson um jeden Preis zu beschützen, setzte sie zunächst auch ihre Zähne ein. Für uns Menschen bedeutete das anfangs einige Blessuren und eine große Herausforderung.
Doch Trulla hat gelernt. Sie hat Vertrauen gefasst. Heute zeigt sie uns eine ganz andere Seite: eine liebevolle, sanfte Hundedame, die enge Freundschaften mit den Menschen hier geschlossen hat und sich ihren Platz in unserem Herzen erobert hat.
Natürlich bleibt sie eine Charakterhündin: Sie bindet sich sehr stark an ihre Menschen – andere Hunde hingegen sind nicht so ihr Ding. Trulla braucht also ein Zuhause, in dem sie Einzelprinzessin sein darf, wo man ihre Eigenheiten versteht und respektiert.
Wir wünschen uns für sie einen Menschen, der ihr mit Geduld, Erfahrung und Herz begegnet. Jemanden, der ihr Sicherheit schenkt und sie einfach so nimmt, wie sie ist: eine besondere Hundeseele, die nach all ihren Kämpfen endlich angekommen sein möchte.
Vielleicht bist genau du der Mensch, der Trulla noch einmal ein schönes Zuhause schenkt?

Vermittlungsanfragen bitte an unser Büro (Mo. bis Fr. 9 bis 14 Uhr)
Tel. +49 5199 99 83 90 – 0
info@de-hunnenhoff.de



bissig



Pate*in werden


Wilson
Wilson

Wilson – früher Attila – ist erst zwei Jahre jung, und doch trägt er ein Leben voller Schmerz in sich, wie man es keinem einzigen Wesen zumuten möchte. Als er durch ein Tierschutzprojekt nach Deutschland kam, hätte dies der Beginn eines besseren Kapitels sein können. Doch stattdessen fand er sich in einer Welt wieder, die seinem gebrochenen Körper und seiner schweren Geschichte kaum gewachsen war. Die Pflegefamilie nahm ihn mit offenen Armen auf, mit gutem Herzen – aber ohne die Möglichkeit, das Ausmaß seines Leids aufzufangen.
Seine Hinterbeine gelähmt, die Pfote so schwer verwundet, dass das Fleisch bereits verfaulte, der Knochen sichtbar, der Geruch von Infektion in der Luft. Jeder Atemzug schien ein Ringen zu sein, jeder Versuch aufzustehen ein kleiner Krieg gegen die Vergangenheit. Und dort, wo man Hilfe hätte finden sollen, wo professionelle Hände und Herzen hätten führen müssen, blieb er allein. Am Ende blieb der verzweifelte Vorschlag, ihn zu erlösen – als sei sein junges Leben schon eine Last, die sich nicht mehr tragen ließe.
Doch manchmal, im dunkelsten Moment, fällt ein Lichtstrahl genau dorthin, wo er am dringendsten gebraucht wird. Menschen sahen hin. Menschen, die eigentlich nichts mit seinem Schicksal zu tun hatten – und es doch zu ihrem machten. Die SOS Hundehilfe Prignitz hörte von ihm und handelte, bevor andere überhaupt zu Ende geredet hatten. Sie organisierten einen Rolli, sie suchten nach Lösungen, sie gaben ihm eine Stimme, als seine beinahe verstummt war. Und so durfte Wilson zu uns auf den Hun’nenhoff kommen – nicht als Last, nicht als hoffnungsloser Fall, sondern als jemand, der endlich ankommen darf.
Hier, zwischen unseren Händen und Herzen, soll er zur Ruhe kommen. Hier wird er gewaschen von der Angst, umarmt von Wärme, gestützt von Geduld. Sein Körper ist gezeichnet, seine Pfote nicht zu retten – der Schaden war zu groß, zu weit fortgeschritten. Aber Wilson selbst… Wilson ist ein sanfter, leiser Kämpfer. Einer, der trotz allem Vertrauen schenkt, der trotz allem Zärtlichkeit zeigt, der trotz allem lebt. Er spürt keinen Tiefenschmerz. Er hat vermutlich gar keine Schmerzen, trotz der furchtbaren Wunde.
Mit seinem Rolli wird er lernen, sich eine neue Welt zu erobern. Schritt für Schritt, Rad für Rad. Die Hinterbeine sind gelähmt, aber sein Herz ist es nicht. Und vielleicht ist genau das, was ihn trägt: dieser stille Mut, der sich nicht kaufen, nicht erzwingen, nicht chirurgisch herstellen lässt.
Und so beginnt nun sein neues Kapitel. Ein Kapitel, in dem er nicht funktionieren muss, sondern sein darf. Ein Kapitel voller geduldiger Hände, voller Vertrauen, voller kleiner Wunder. Ein Kapitel, das zeigt, dass ein Hund nicht aufgeben muss, nur weil andere ihn aufgegeben hätten.
Wilson – dieser viel zu junge, viel zu tapfere Hund – bekommt hier bei uns die Chance, neu zu beginnen. Und manchmal ist ein Neubeginn alles, was ein Herz braucht, um wieder zu heilen.

Rollihund





Patenschaft abschliessen


Wookie
Wookie

Im Jahr 2019 zog der imposante Kangal-Mischling Wookie auf den Lebenshof De Hun'nenhoff ein. Zuvor lebte er in einem Tierheim in Gheorgheni, aus dem er dank der Initiative von „Pflegefelle mit Herz“ zu uns kam. Der große Rüde brachte einige gesundheitliche Baustellen mit, die sein Leben bis heute prägen. In Rumänien hatte man ihm bereits das Auge sowie die Hüfte operiert. Während das Auge inzwischen vollständig verheilt ist, blieb die Hüfte ein dauerhaftes Problem: Nach der Entfernung des Hüftkopfes war Wookie auf regelmäßige Physiotherapie angewiesen, um Muskulatur aufzubauen und seine Beweglichkeit zu erhalten. Tapfer absolvierte er über die Jahre zahlreiche Trainingseinheiten, auch wenn sie ihm nicht immer leichtfielen.
Charakterlich ist Wookie ein echter Kangal – und damit nicht immer einfach. Fremde Menschen und Hunde betrachtet er grundsätzlich mit Skepsis und so mussten bereits einige Hosen Bekanntschaft mit seinen Zähnen machen. Neue Mitarbeiter werden deshalb behutsam an ihn herangeführt, um ein sicheres Miteinander zu gewährleisten. Auch mit Artgenossen tut sich der stolze Riese schwer. Für eine Weile teilte er sich sein Reich mit unserer Klementine, doch ein „Ehekrach“ beendete das Zusammenleben abrupt.
Mittlerweile hat Wookie ein künstliches Hüftgelenk erhalten. Leider ist dieses nicht so stabil eingewachsen, wie erhofft, sodass er nach wie vor Probleme beim Gehen hat. Lange Spaziergänge sind für ihn nicht möglich – kurze Gassirunden hingegen genießt er sehr. Trotz all seiner Eigenheiten und Einschränkungen ist Wookie ein fester Bestandteil unseres Hoflebens geworden. Mit seiner besonderen Mischung aus Stolz, Sturheit und Verletzlichkeit verkörpert er genau das, was den Lebenshof ausmacht: Tieren mit schwieriger Vergangenheit ein Zuhause zu geben, in dem sie sein dürfen, wie sie sind.



bissig



Pate*in werden















Impressum
Datenschutzerklärung




facebook
Instagram
tiktok
Youtube